Gülen Bewegung: Wandlung durch solide Chamäleon Taktik

Spätestens seit dem Putschversuch 2016 ist die Gülen-Bewegung auch in

Deutschland ein heikles Thema.

Begriffe wie Integration, Bildung, Dialog, Demokratie und Toleranz schmücken

die Bewegung und lässt sie nach außen hin wie eine liberale Gruppe erscheinen, die sich für ein Miteinander stark macht.

“Baut Schulen statt Moscheen“ ein Werbeslogan der Bewegung, der nun heute

nicht mehr gilt. Denn Ercan Karakoyun, Sprecher der Bewegung schrieb in den

sozialen Netzwerken: „Wir haben inzwischen mehr als 50 Kulturzentren gegründet. In den meisten wird auch das Freitagsgebet verrichtet.“

Das ist doch super; zur parasitären Ausbeutung der Moscheen kommen nun auch offizielle religiöse Häuser hinzu, die nicht mehr hinter einem Schleier versteckt gehalten werden müssen.

Das Praktizieren von Religion darf also aus dem Inneren heraustreten und

in der deutschen Öffentlichkeit gesehen werden.

Maskierte Transparenz im Namen der Abis*

*Übers. "großer Bruder", sind Autoritätspersonen / Entscheidungsträger im inneren der Bewegung, wie Imame, Hodschas oder Mentoren.

Die Bewegung ist berühmt für den ständigen Kurswechsel, welcher vom Kapitän

deklariert wird, sowie für die schwammige Auslegung ihrer Haltung und ihrer

Außenpräsenz. Ganz nach dem Prinzip: „Was draufsteht, muss auch drin sein“,

werfen viele Wissenschaftler oder Politiker der Bewegung vor, keine authentische Transparenz vorzuleben.

Ist die Kritik denn berechtigt? Es existieren doch seit einigen Jahren in Deutschland Stiftungen, wie u. a. die Stiftung Dialog und Bildung, die sich als Ansprechpartner für die Hizmet-Bewegung versteht. Unmittelbar nach dem Putschversuch in der Türkei ist ein Buch erschienen, das von einem wahren Insider, nämlich Herrn Karakoyun selbst geschrieben worden ist, um jegliche Fragen rund um die Bewegung zu beantworten.

Doch warum wird zu wenig über die Lichthäuser geschrieben und wieso gibt es keine wissenschaftliche Studie über diese bekannten Initiativen, ähnlich wie beim VIKZ (Verband der Islamischen Kulturzentren)?

Noch viel weniger berichtet das Aufklärungsbuch der Bewegung über jene Kinder und Jugendliche, die – selbstverständlich- absolut freiwillig innerhalb der

Bildungsarbeit in die Gesprächszirkel rekrutiert werden und über einseitige Inhalte sprechen, von denen selbst ihre eigenen Eltern in den meisten Fällen gar nichts ahnen.

Alles nur Zufall?

Wenn man die Bewegung näher betrachtet, hat sie gerade in Deutschland etwas

geschafft, wovon andere türkischstämmige Ideologien nur träumen können.

Etablierte Schulen, eine Reihe von Bildungs,- & Kultureinrichtungen, renommierte Wissenschaftler als Fürsprecher und ein direkter Durchgang von „Elitetürken“ in die deutsche Gesellschaft.Schaut man sich aktuell den Ex-Partner der Bewegung an, die DITIB, als mitgliedsstärkste Migrantenorganisation der Bundesrepublik Deutschland, fällt doch ganz schnell auf, wo der feine Unterschied dieser beiden ehemaligen Kollegen liegt.

Die Gülen-Bewegung hat nach außen hin keinerlei Probleme mit jedem an einem Tisch zu sitzen und in den Dialog zu treten. Genau das macht die große Besonderheit für die Gesellschaft aus, denn in einer Demokratie müssen alle Menschen miteinander auskommen; das hat die Bewegung schon ganz früh erkannt und sich zunutze gemacht.

Selbstverständlich stellen Verbände wie die DITIB dann bei Betrachtung jener

Unterschiede ein Integrationshindernis für viele Politiker und Experten da. Hier

muss die DITIB ein klares Zeichen setzen, sich neu positionieren und endlich

interaktiv in die Gesellschaft hineintreten.

Der Rücktritt engagierter junger Menschen, die sich im Bundesjugendvorstand der DITIB eingebracht haben, sollte hierbei als kritische Reflexion ausreichen.

Taktisch gesehen, ist die Hizmet-Bewegung im ständigen Wandel. Auch in

Deutschland macht sie eine enorme Entwicklung nach vorne, selbst nach dem

Putschversuch.

Türkeihetze auf deutschem Boden

Doch warum ist das in sich gekehrte System so erfolgreich? Zum einen ist die

Außenfassade für die Dialogbereitschaft ein entscheidender Faktor. Hinzu kommen die Fleißigen, oft gut ausgebildeten Mitglieder, die sich hingebungsvoll für die Ideologie engagieren.

Das alles wird von einem exzellent entwickelten System gesteuert, welches hierarchisch so strukturiert wurde, dass jeder seinen Platz innerhalb der Bewegung besitzt.

Ohne politischen Einfluss wäre eine Ausbreitung eines solchen Netzwerks kaum

möglich gewesen. Als die Zusammenarbeit mit der AKP-Regierung noch

harmonierte, stand die Bewegung finanziell und wirtschaftlich unter der

persönlichen Schutzwache der türkischen Regierung. Die Kombination aus

Religion und Politik war für viele Geschäftsleute ein wahrer Hingucker. Und wenn Kinder dadurch noch bessere Bildungsmöglichkeiten erhalten, dann sind doch alle zufrieden. Die Schulen Gülens gehörten auch nicht um sonst zu den Besten der Türkei. Alles nur Zufall? 

Die türkische Community als Hauptzielgruppe sah zu dieser Elite auf. Mit dem

Bruch der AKP-Regierung stürzte das gemeinsam aufgebaute Imperium ein und die Auswirkungen werden in Deutschland offen ausgetragen.

Deshalb ist die ständige „Antitürkei“ Haltung und die subjektiven Berichtserstattungen von Karakoyun und anderen Mitgliedern kaum verständlich.

Die Türkei wird ausschließlich negativ dargestellt, ohne dabei zu beachten, dass

gerade junge Menschen in Deutschland, die zwischen zwei Kulturen aufgewachsen sind, sich mit beiden Kulturen identifizieren.

Für viele ist die Türkei und auch Deutschland ein Stück Heimat. Der Missbrauch für einen öffentlichen Raum, den man dadurch erhält, ist extrem kontraproduktiv. Die Spaltung, die die Anhänger selbst zu spüren bekommen, übertragen sie auf hier lebende Kinder und Jugendliche, die immer mehr in ein Identitätskonflikt geraten.

Das Leben ist kein Wunschkonzert: jahrelang verfolgten beide Giganten das

Konzept “Religion und Türkeipolitik“ und hatten klare Ziele vor Augen. Das

Versagen dieses Systems wird auf unschuldigen Schultern ausgetragen.

Menschen, die in Deutschland leben, sollten nicht abhängig von der Außenpolitik sein.

Bildung als Deckmantel zur Integration

 

Ein Deckmantel soll nicht nur hübsch aussehen; er soll vom Kern, vom Wesentlichen ablenken

Die Bewegung hat sich abhängig gemacht und nimmt dabei die Opferrolle ein, ohne dabei zu bemerken, dass in Deutschland keiner die Opfermaske tragen

muss. Denn es gibt hier genug Möglichkeiten für ein stetiges Weiterkommen!

Klar, die Mitglieder mussten sich der oberen Etage beugen und fröhlich dem

Zusammenspiel zwischen den beiden Riesen Imperien zustimmen.

Doch warum wird jetzt nur die türkische Regierung von den Anhängern kritisiert? Wieso kritisiert man nicht endlich die eigenen Reihen, schaut über den Tellerrand hinaus und hinterfragt, wer im Ursprung diese Zusammenarbeit bewusst zugelassen hat?

Aber dann müsste man den eigenen Meister in Frage stellen und das ist in diesen Kontexten absolut verboten – sofort würde man sein Gesicht innerhalb der Bewegung verlieren, das will ja keiner. Den Fokus auf ein Feindbild setzen, das ist doch viel einfacher, wenn man gesehen und gehört werden will.

Die Wandlungen innerhalb der Bewegung, ob in inneren oder äußeren Strukturen sind auf ständiger Suche nach einem Echo. Ein Deckmantel soll nicht nur hübsch aussehen; er soll vom Kern, vom Wesentlichen ablenken.

Bildung als Deckmantel zur Integration, das ist kein neues Label in diesem Netzwerk

Die konservative Haltung gegenüber Frauen beispielsweise erhält seit einigen Jahren eine neue Farbe. Vor ca. zehn Jahren war kaum eine Frau im Vorstand aktiv, als Leiterin tätig oder in der Öffentlichkeit zu sehen.

Und heute sollen Frauen in Führungspositionen, einzelne Vereine glänzen plötzlich mit ihrem „Frauen an die Macht“ Image und das Thema Gleichberechtigung steht ganz oben auf der Fahne.

Wieder Zufall?

Bildung als Deckmantel zur Integration, das ist kein neues Label in diesem

Netzwerk. Vielleicht sollte man sich jetzt im inneren und im äußeren Handeln

besser absprechen. Die Flüchtlingswelle ist eine neue attraktive Zielgruppe für die Bewegung, auch das haben sie schnell verstanden.

Welche Taktik hierbei im Vordergrund steht, ist wohl innerhalb dieser Wandlungen kein Geheimnis mehr. Ja, jetzt versucht man sich unabhängig zu machen und die Farben Schwarz, Rot und Gold sind nun endlich angekommen.

 

"Eltern geben zu schnell nach": Die Abrechnung eines Lehrers mit dem iPhone-Wahn an Schulen

Die Kinderarmut in Deutschland nimmt zu

In Deutschland wird die Schere zwischen arm und reich immer größer. Die Kinderarmut steigt und steigt, sie wird auch nicht dadurch unsichtbar oder besser, wenn ein Herr Cem Özdemir öffentlich dazu wortwörtlich bei diesem Thema abhebt und es von oben herab betrachtet. Ignoranz hilft nämlich keinem! 

Laut einer aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit lebten über 1,9 Millionen Menschen unter 18 Jahren Ende 2015 in Hartz-IV-Haushalten, 52.000 mehr als 2014. Somit waren 14,7 Prozent aller Heranwachsenden auf die staatliche Grundsicherung angewiesen. Bereits im Kindergarten oder in der Grundschule gibt es Kinder, die viel schlechter dran sind als Andere. Dann gibt es natürlich die "iPhone-Kids", die in den Grundschulen bereits von ihren Eltern gut geschmückt und gestylt werden. 

Wir leben im Zeitalter der sozialen Medien und der Digitalisierung. Alles gut und schön - doch wieso muss es in der Grundschule schon ein iPhone für knapp 400 € sein? Wieso soll es als Geschenk für eine gymnasiale Empfehlung ein "neueres" iPhone für 600€ sein? iPhones sind weltweit sehr gut etabliert. Apple allgemein ist mittlerweile fast jedem Kind ein Begriff und wenn das alles so weiter geht, dann wahrscheinlich auch das erste Wort, sobald das Kind anfängt zu sprechen.



Kinder wollen keine "Materialistische Liebe"

"Materialistische Liebe" oder Aufmerksamkeit schenken, muss nicht mit einem knapp 1000€ Handy geschehen. Natürlich ist es einfacher und bequemer, wenn man nachgibt und die Kids "gut" beschäftigt werden. Gleichzeitig glänzt man nach Außen und jegliche Diskussion wird vermieden. Eltern geben zu schnell nach und sind meist verunsichert. Sie wählen den simplen Weg und nehmen ihren Kindern ein Stück Realität und ihre Wahrnehmungsfähigkeit weg. Der deutsche Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann erklärt sich die Probleme mit einer tiefreichenden Verunsicherung und bringt es auf den Punkt: "Die modernen Eltern sind in Erziehungsfragen unentschlossener, als es je eine Generation vorher war. Sie wissen unheimlich viel, und sie wissen nichts." - Quelle: www.ksta.de ©2016

Es muss kein iPhone sein. Es muss auch mit 18 kein dickes Auto sein. Kinder wollen meistens Liebe, Aufmerksamkeit und Respekt und das in allen Facetten. Sie wollen keine "halben Sachen" - keine halbe Aufmerksamkeit. Jedes Kind kann verstehen, wieso ein 1000€ Handy in dem Alter keine Option sein sollte. Dafür müssen aber Eltern erst einmal verstehen, wieso es manchmal doch mehr Sinn macht, Tag für Tag sich eine halbe Stunde Zeit zu nehmen und es dem Kind zu erklären. 

Wieso es eben tatsächlich mehr Sinn macht, auch wenn andere Kinder mit Gucci Taschen herumlaufen, selbstbewusst aufzutreten, dem entgegen zu stehen und zu wissen: Materialistische Dinge sind nicht das Wichtigste im Leben. Klar gehört dazu viel Geduld, Feingeschick und ein starkes Auftreten seitens der Eltern. Gerade deshalb sollte ganz deutlich werden, dass Eltern und Kinder keine Freunde sein können, auch wenn sie dieselben Luxusartikel besitzen und lieben.

 

 

Kinder brauchen kein 600€ Handy!

Doch nur weil Kinder etwas wollen, kennen und wissen, wie sie ihre Eltern überrumpeln. Nur, weil sie solange nerven, bis sie das bekommen, was sie wollen. Nur, weil es der Nachbarssohn hat oder alle in der Klasse ein iPhone besitzen, müssen Eltern doch nicht sofort nachgeben und einem Kind, ein Gerät zur Verfügung stellen, was mehr Auswirkungen auf die Entwicklung beisteuert, als nur das "Stillirisieren" des Gejammers.

 

 

Eltern müssen konsequent sein! - Typische Elternausreden aus der Praxis- 

- "Mein Sohn hat die gymnasiale Empfehlung erhalten. Ein iPhone hat er sich dafür gewünscht."

- "Mein Kind ist auf einem EliteGymnasium. Wir haben Angst, dass er ausgegrenzt wird, denn alle in seiner Klasse haben min. ein iPhone 4" 

- "Seit Wochen erzählt unsere Tochter von ihrer Freundin, die auch ein iPhone hat. Wir wollten sie nicht länger quälen." 

- "Vorher hatte unser Kind nur ein Samsung. Als wir merkten, dass er die Schule vernachlässigte, machten wir einen Deal mit ihm. iPhone gegen gute Leistungen. Seitdem klappt es viel besser."

- "In der Grundschule haben fast alle ein iPhone. Nicht, dass unser Kind denkt, dass wir es nicht mehr lieb haben."

 

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Aktuelle Philosophie vieler Deutschtürken: Und in welchem Lager sitzt Du?

Als Deutschtürke hat man nur zwei Optionen...

In Deutschland wird oft über Kulturen gesprochen. Einige Kulturen bringen natürlich auch weitere Subkulturen mit. Diese Subkulturen -„Lager" - sind seit Jahren unter den Deutschtürken präsent.

 

Als Deutschtürke hat man nur zwei Optionen: Entweder Du gehörst zum Lager X oder Du gehörst zu „den Anderen". Warum jedoch ist es so ein Weltwunder, wenn man zu keinem Lager gehören will und mit jedem kommunizieren möchte? Es ist doch extrem auffällig, dass auch die sozialen Kontakte innerhalb aller Lager eingeschränkt bleiben und kaum jemand in der Lage ist, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Jeder kocht sein Süppchen für sich und alle plädieren u.a. für Vielfalt, für den Dialog, für die Nächstenliebe und für die Demokratie. 


Politik, Geld, Macht und die Ideologie

Dann wäre es doch der erste Schritt untereinander erst einmal damit anzufangen, bevor man versucht, anderen etwas zu präsentieren und sich zur Show zu stellen.

 

Politik, Geld, Macht, Ideologie und soziale bzw. psychologische Aspekte spielen eine große Rolle, wenn man einer Gruppierung nachläuft. Das Nachlaufen ist nicht das eigentliche Problem, sondern das Vermeiden des Kontaktes mit den „Andersdenkenden". Das Lustige ist, dass die meisten Lager von sich dann behaupten, dass sie für alle offen sind und wieder „die Anderen" die Probleme verursachen. Schaut man sich die Vereine, Verbände oder sonstigen Initiativen an, die einem Lager angehören, wird man schnell merken, dass die obere Etage nur mit Lagerdenkern besetzt ist - und das manchmal nach außen offen oder intern versteckt.

 

Soziales Umfeld einseitig, soziale Netzwerke einseitig, Lagertreffen einseitig

In den sozialen Netzwerken wird es ganz klar und deutlich vorgemacht und unter den Kindern und Jugendlichen ist es immer eine Thematik. Jedes Lager hat seinen eigenen Sprecher. Namen müssen hier nicht erwähnt werden, die „Lagersprecher" sind weit bekannt, einige agieren auch in offiziellen Parteien.

Sobald ein Lagersprecher gegen andere Lager hetzt und Hasspredigen verbreitet, was aktuell ja anscheinend zur Mode geworden ist, liken oder teilen diese Beiträge überwiegend die Menschen aus dem eigenen Lager. Somit sind Informationsquellen wieder einseitig.

Zusammengefasst: Soziales Umfeld einseitig, soziale Netzwerke einseitig, Lagertreffen einseitig. Kurz und bündig wird es unter einem leckeren „Zuckerwattemantel" den Menschen serviert unter den Begriffen: Demokratie, Menschenrechte, Nächstenliebe und Vielfalt. Für ein neues Projekt wurde eine Befragung unter deutschtürkischen Jugendlichen durchgeführt. Und eines wird ganz deutlich: Die Heranwachsenden lehnen das Lagerdenken ab, doch es wird ihnen vorgelebt, sodass sie meistens keine andere Wahl haben. 

 


Auch Deutschland trägt hier die Verantwortung für das Selektieren mit

Deutschland ist ein Land im ständigen Wandel. Blicken wir 40 Jahre zurück, dann wird deutlich, dass die ersten sogenannten Gastarbeiter nicht so aufgenommen worden sind, dass ihnen ein Weg einer erfolgreichen Etablierung offenstand, sondern wurden in ihre ganzen Lager geradezu hingelotst. Alle dachten am Anfang, dass „der Türke" von nebenan wieder zurück in die Heimat reisen wird.

Dieses Desinteresse oder diese Ignoranz war damals schon der direkte Wegweiser in die jetzigen Lager. Doch Moscheen oder andere „Dialogzentren" werden nun mal nur von den jeweiligen Gruppen besucht, manchmal ist es auch gemischt, aber eher selten. Man kommt zusammen, trinkt seinen Tee und hat ein stabiles soziales Umfeld.

Und heute werden die sog. Flüchtlinge mit Angeboten im Bildungs- oder Kulturbereich überflutet. Es wird  selbstverständlich aus Fehlern gelernt, doch bringt es sehr wenig, wenn die Fehler der Vergangenheit mit in die Zukunft genommen werden.

 

"Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung

Es entsteht untereinander eine Mobberei und auch Kindern nimmt man mit etwaigen Denkmustern das selbstständige Denken und Handeln.  "Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit."(SGB VIII § 1 Abs.1)

Solange aus der „Lagerwortwahl" und dem „Lagergedanken" kein fokussiertes und gemeinsames „Wir" entsteht, solange leiden Kinder und Jugendliche unter diesen antiken Denkmustern. Das Schreiben, Labern und Werben über diverse Lager und die Hetzparolen über 

'die Anderen', das treibt uns alle nur noch mehr zurück.

Wann werden die Lagerdenker endlich merken, dass viele der Handlungen und Lagerdenkweisen definitiv nicht demokratisch sind - sondern menschenverachtend und einfach radikal selektiv.

Allein die Wortwahl ist ein Phänomen für sich: Entweder heißt es "Wir / jemand von uns " oder die "Anderen", wenn man es aus dem Türkischen wortwörtlich übernimmt.

 Es mag sein, dass jedes Lager „versucht", gute Arbeit zu leisten. Doch eines  ist ALLEN gemeinsam: Ihr hetzt, Ihr selektiert, Ihr sucht nach keinen Gemeinsamkeiten, nach keinem gemeinsamen Weg.

 

Lieber bleibt Ihr unter Euch.  Ist das Vielfalt? Ist das moralisch korrekt? Ist das religiös der Weg, der die Beziehung zwischen Mensch und Gott stärkt? (Viele Lagergedanken werden merkwürdigerweise religiös untermauert.)

Ist das moralisch und ethisch vertretbar und definiert Ihr so einen „guten" Menschen?

Das Einzige, was so ein Verhalten auslöst, ist Hass und Gift. So verbreitet es sich wie ein Virus und den Schaden haben die Menschen, die vielen Kinder und Jugendlichen.

Vielleicht wollen Kinder und Jugendliche offen, transparent und ohne vorgefertigte Gedanken über andere Menschen aufwachsen. Dazu gehört es auch, Freundschaftenselbst frei wählen zu dürfen und nicht nach Vorlieben von Eltern oder symbolischen „Vorbildern", die einer Ideologie oder einer Machtfigur folgen.

 


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Dieses Gelaber über Integration muss endlich aufhören! Es nervt!

„Du sprichst aber gut Deutsch, das ist ein gelungener Beitrag zur Integration" - Quatsch!

Warum muss die Gesellschaft immer das „Deutschsein" neu erfinden? Ist es wirklich so spektakulär, wenn Deutsche Großeltern oder Eltern haben, die vor Jahren hier eingewandert sind, um hier zu leben? Reden wir hier noch von der Würde des Menschen, die unantastbar ist und der Mensch als Individuum gesehen werden sollte?

Es ist doch total trivial, wenn man zu deutschen MitbürgerInnen sagt: „Du sprichst aber gut Deutsch."

Wenn man sich das TV-Programm mal reinzieht, muss doch Eines auffallen: Deutschsein sollte mehr sein, als nur diese Homestories, die auf RTL & Co. laufen. Die Schauspieler sprechen alle nicht mal gutes Deutsch und keiner beschwert sich darüber.

Die Einschaltquoten sprechen eine deutliche Sprache, wie viel „Integration" ist denn hier nötig, damit Menschen sich anpassen? Wie viel „gutes" Deutsch muss man denn können, um nicht in die Kategorie „integriert sein oder nicht" zu fallen? Wer fällt in diese Kategorie und wer bestimmt eigentlich darüber?

Langsam nervt es

Langsam nerven die vielen Lehrkräfte an den Schulen, die Noten aufgrund von Mehrsprachigkeit herunter stufen. Langsam nerven auch die vielen ErzieherInnen, die versuchen, die Eltern mit zu erziehen und ihnen am liebsten „Deutschsein in der Kita" beibringen wollen. 

Wollen und Können sind zweierlei paar Schuhe. Und nicht jede Fachkraft ist gleich Psychologe, Arzt oder Therapeut. Mehrsprachigkeit ist kein Hindernis zum Erlernen einer Sprache, auch wissenschaftlich wurde mehrfach belegt, dass es kein Hindernis ist, wenn Kinder zweisprachig aufwachsen.

Was aber ein Hindernis dieser Gesellschaft ist, ist die Wortwahl. Der Eine spricht gut, der Andere ist gut integriert und die Anderen sind gerade hierher geflüchtet und sind „Integrierte Versuchsobjekte in Ausbildung"? Oder hat die Bildungspolitik noch kein passendes Etikett dafür gefunden?


Aus Fehlern lernen?

Wenn es plötzlich im Übermaß Projekte für Kinder aus geflüchteten Ländern regnet, dann stimmt hier etwas nicht.

Wenn ein Migrationshintergrund von deutschen BürgerInnen immer noch als Beeinträchtigung oder als Sonderstatus gesehen wird, dann stimmt hier eindeutig etwas nicht. Wenn Kinder kategorisiert werden und ein bestimmter Background vorausgesetzt wird, dann fragt man sich: Was ist hier schief gelaufen? 

Wieso müssen Menschen, die hier leben, hier zur Schule gehen, die sich hier fest etabliert haben, einen bestimmten Kontext mitbringen? Wie sollen denn in Zukunft die Dialoge mit Kindern und Einrichtungen ablaufen? 

 


Du bist zu Deutsch, dafür gibt es kein Projekt

 

Vielleicht wäre hier ein passendes Beispiel: „Du bist Flüchtling, du kommst hier rein. Du bist Migrant, du kommst hier rein. Du bist zu Deutsch, dafür gibt es kein Projekt." 

So etwas passiert tagtäglich. Keine Ahnung was sich die Politik dabei denkt, wenn sie expliziert Gelder für eine „Gruppierung" zur Verfügung stellt und Menschen ohne bestimmte Gruppenzugehörigkeit nichts bekommen. 

Man könnte das Gefühl haben, dass es mit Absicht geschieht. Vielleicht braucht man diese Gruppen ja noch. Vielleicht will man auch nicht, dass alle Menschen gleich behandelt und gefördert werden. 

Hört doch erst mal mit dem Schubladendenken auf, bevor ihr wieder mit eurem Lieblingswort „Integration" ankommt.

 

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"Kinder führen Kinder" im Clemens Sels Museum Neuss werden Kinder zu 'Experten' für Klein und Groß ausgebildet

Kinder werden zu kleinen Experten

Werden Kinder und Jugendliche genügend in der Schule gefördert, vor ihrer Klasse zu sprechen oder sich selbstbewusst und offen zu präsentieren? 

Immer mehr geht es in der Schulpraxis um Präsens und das auch schon in der Grundschule! Die Heranwachsenden sollen später in der Gesellschaft keine Probleme bekommen, wenn es um ein starkes Auftreten geht. 

Gerade deshalb ist das Projekt „Kinder führen Kinder" ein ganz besonderes Projekt, welches schon seit langen Jahren am Clemens Sels Museum Neuss mit großem Erfolg durchgeführt wird. Nun sollte es eine neue Variante geben: Die gezielte Förderung der Sprachkompetenz von Kindern mit Migrationshintergrund. 

Die Soroptimisten in Neuss konnten sich für diese Initiative des Museums begeistern und sammelten in mit einer großen Benefiz-Auktion Geld für dieses und vergleichbare Vorhaben. Denn die weltweitgrößte Vereinigung von berufstätigen Frauen sieht das Clemens Sels Museum in Neuss als einen idealen Ort, an dem Bildung und Kultur zur Stärkung von individuellen Fähigkeiten aufeinandertreffen. Der perfekte Ort eben, wo Kinder für sich und andere motiviert lernen können und dieses Wissen weitergeben. 

 

 

Selbstbewusstsein stärken

In Zusammenarbeit mit dem Verein „Interkulturelle Projekthelden" wurden die Neusser Schüler Anna Rajavi und Abdulsamed Göl für dieses Projekt ausgesucht, beide 14 Jahre und Kinder mit Migrationshintergrund. Durch den finanziellen Support der Soroptimisten Neuss wurde gemeinsam mit der Museumspädagogin Romina Pieper ein Führungskonzept intensiv erarbeitet und erlernt, um Kinder und Erwachsene durch das Museum führen zu können. 

Die beiden ‚Guides' wurden nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell geschult und lernten, Kinder- aber auch Erwachsenengruppen eine spannende Themenführung zu bieten.

Das Ergebnis spricht für sich! Abdulsamed G. (14) erklärte konzentriert das berühmte Kinderbildnis von Jacob Gerritzsz. Cuyp (1594-1652). 

"Kinder wurden damals wie kleine Erwachsene dargestellt und mussten für ein solches Porträt stundenlang stillstehen", sagte er und beantwortete im Anschluss geduldig alle Fragen seiner Zuhörer. Seine "Kollegin" Anna R. (ebenfalls 14) brachte den zehn Kindern und ihren Eltern anschließend das Bild "Der Spaziergang" von Heinrich Campendonk (1889-1957) näher und ging besonders auf die Verwendung der bunten Farben und die Maltechnik ein.

 

Zuhörer sind begeistert

 

Es war eine besondere Führung, die im Clemens-Sels-Museum stattfand - zum ersten Mal gaben jugendliche Museumsführer mit Migrationshintergrund eine Probe ihres Könnens ab. Beide suchten sich jeweils vier Bilder aus und trafen sich fünf Mal mit Museumspädagogin Romina Pieper, um alles Wissenswerte zu erfahren. "Wir geben aber auch unsere eigenen Eindrücke wieder", betonten sie. 

Trotz einiger Aufregung brachten sie die erste Führung mit Bravour hinter sich und freuten sich über die von Museumsdirektorin Dr. Uta Husmeier-Schirlitz ausgehändigten Zertifikate. "Ihr habt lange geübt und geprobt, frei ohne Zettel gesprochen und die Beantwortung der gestellten Fragen zeigt, dass ihr noch sehr viel mehr wisst", lobte sie die Jugendlichen, die sich ab sofort mit den Führungen ein kleines Taschengeld verdienen. 

Der Erfolg dieses Projekts soll natürlich nachhaltig fruchten. Deshalb haben die Soroptimisten Neuss eine stolze Summe von 5000€ für dieses und weitere Projekte gespendet, in der Hoffnung, dass weitere Kinder motiviert und gestärkt werden können.



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Wenn Kinder -  Kinder bekommen

Warum gibt es eigentlich keinen Elternführerschein?

Wunschkinder oder nicht - „Experimentkinder" zum Retten einer Beziehung ja oder nein? Kinder bekommen Kinder zum Aushang für bundestatistische Geburtsraten als Werbetrommel vieler Politiker. Was bedeutet es eigentlich, ein Kind auf die Welt zu setzen? Für viele gibt es hierfür verschiedene Erklärungen, Ziele oder Anregungen. Das Kindergeld ist eines der vielen Vorurteile in unserer Gesellschaft.

Ist Eltern sein so schwer?

Jedes Kind ist individuell, Lehrkörper aus der Praxis könnten nebenbei als Hellseher arbeiten, denn sie wissen immer ganz genau, was ein Kind braucht, aus welcher gesellschaftlichen Schicht das Kind vermutlich stammt und setzen den Stempel fest drauf und vergessen dabei, dass kein Kind dieser Welt sein Schicksal selbst ausgesucht hat. 

Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit."(SGB VIII § 1 Abs.1) So steht es schön bürokratisch geschrieben, aber wie sieht die Realität aus?

 

Eltern sein ist nicht schwierig in einer Gesellschaft, in der keine Klarheit der Sexualmoral besteht - geschweige denn eine passende Form der sexuellen Erziehung. 

Denn jedes Bundesland legt die Aufklärungsarbeit anders. Einige fangen in der Grundschule an und andere am Ende ihres ersten Abschlusses. Doch warum gibt es eigentlich keinen Elternführerschein? Wieso werden gerade Väter nicht in ihrer Rolle als Väter weitergebildet? Es gibt nun mal eine hohe Anzahl von Steinzeitdenkern, die die Rolle einer Mutter zu stark überbewerten.

 


Kinder erhalten nicht die Unterstützung, die sie brauchen

Natürlich gehen die Geburtsraten in Deutschland stark zurück, doch den immer jünger werdenden Eltern werden viele verlockende Angebote gemacht. Und so werden Kinder auf die Welt gebracht, die nicht immer gewollt oder für andere Zwecke gedacht warenund müssen sich in dieser Gesellschaft beweisen und erhalten meistens nicht die Unterstützung, die ihnen eigentlich zusteht. 

Am liebsten sind mir die Eltern, die nicht mal das Geburtsdatum ihrer Kinder wissen, den Klassenlehrer nicht kennen oder Vorlieben ihrer eigenen Kinder kaum entdecken. Beim Kinder Zeugen erhalten diese Eltern eine recht frühe Anleitung und genug Werkzeug und Spielzeug gibt es überall zu kaufen. 

Die Rede hier ist nicht von den 0815 Kursen, die Eltern angeblich auf das „Eltern werden" vorbereiten. Auf eine so große Verantwortung vorzubereiten, reichen keine paar Monate aus und auch keine theoretischen Floskeln oder unnötige Schreiben, in dem unterschrieben wird, dass man sich um seine Kinder kümmert.

Doch warum diese Eltern mit dieser Verantwortung allein gelassen werden, wieso sie keine langjährige Ausbildung praktizieren müssen, bevor man sie auf Kinder loslässt und warum sogar bei Mc Doof eine Ausbildung erforderlich ist, bevor man mehr als nur kassieren und Bürger ausgeben darf, das bleibt ein ewiges Geheimnis einer blühenden Gesellschaft, die erstens alles schafft und anscheinend genug Steuergelder hat, um diesen ewigen Kreislauf fortzuführen. 

Kinder bekommen Kinder, das Jugendamt hilft diesen Kindern mit unendlichen Angeboten und einer Überschwemmung an Fördermöglichkeiten. Wir reden hier von Tausenden Euros, die einer Familie zu „Gute" kommt und meistens nicht immer der gewünschte Effekt erzielt wird. Absicht oder nicht, das ist hier die Frage. 


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Integration entsteht nicht auf dem Papier!

Doppelte Staatangehörigkeit und Loyalitätskonflikte? Auf welches Grundgesetz stützen Sie Ihre These, lieber Herr Spahn?

Deutsch oder nicht?

„Freie Entfaltung der Persönlichkeit oder Freiheit der Person" heißt es doch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Dann würde es bedeuten, dass jeder Mensch in Deutschland selbst entscheiden darf, ob er zwei Pässe möchte oder nicht. Aber wenn hier von Loyalitätskonflikten gesprochen wird, drängt man die Menschen zwanghaft auf eine bestimmte Seite. Was hat ein Papierstück mit Loyalität zu tun? Loyalität beginnt im Herzen und nicht auf Papier!

In einer pluralistischen Gesellschaft sollte jeder Mensch auch das Recht haben, auch plural sein zu dürfen, plural denken zu dürfen, was ist daran verkehrt? Herr Spahn fokussiert sich ganz fest auf die Deutsch Türkische Community. Mittlerweile agieren immer mehr Quereinsteiger-Politiker als Migrationsexperten in Deutschland.  

Doch innerhalb der aktuellen Situation bringt Spahns "Türken - Politik" nichts. Türken - Politik, weil er in fast allen Fernsehauftritten gerne das Wort "Türken" benutzt. Vielleicht ändert sich ja was, sobald man nur den Deutschen Pass hat. Dann würde man den Rang des "Deutschtürken" oder Deutschen mit türkischen Wurzeln erreichen

 

Beide Staatsangehörigkeiten behalten

Wenn in einer multiethnischen Gesellschaft, und das ist Deutschland nun mal und das sollte man gerade als Politikwissenschaftler wissen, Menschen immer weiter gespaltet werden, Menschen immer weiter auf den Wortlaut eines Papierstücks herabgestuft werden, wenn sie gezwungen werden, sich zu entscheiden und gleichzeitig auf eine Herkunft zu verzichten, und das suggeriert er ja mittlerweile direkt in seinen Aussagen, dann muss man sich doch nicht wundern, dass viele MitbürgerInnen sich in Deutschland nicht Willkommen fühlen. 

Dieses ständige "sich für etwas entscheiden müssen" entspricht nicht dem Grundgesetz, lieber Herr Spahn. Denn eine Multiethnie setzt sich nun mal mit mehreren Kulturen und Ländern auseinander. 

Da ist es absolut normal, dass man auch beide Staatsangehörigkeiten behalten möchte. Und sei es nur darum, dass hier lebende Menschen mit einer Migrationserfahrung, ihre zweite Kultur oder Heimat nicht ganz ablegen möchten. So setzt sich doch Vielfalt zusammen und nicht anders!

Wenn ich meinen SchülerInnen heute immer noch erklären muss, dass sie nicht „entweder oder" sind, sondern dass sie eine Einheit bilden mit beiden Kulturen, dann weiß ich eines ganz genau: Politiker, die den Heranwachsenden Menschen in Deutschland, also unserer Zukunft, immer noch Unruhe bereiten, indem sie weiter draufhauen und versuchen, zu spalten, sollten nicht alle Menschen über einen Kamm scheren und vor allem sollten sie den Menschen, die freie Entfaltung der Persönlichkeit nicht nehmen.


Heimat bedeutet Herkunft

Gerade solche radikalen Entscheidungsprozesse, die Herr Spahn u.a. von den Jugendlichen Erwachsenen erwartet, führen zu einseitigem Denken, dass am Ende mit Fanatismus gleichgestellt wird. 

Heimat und Herkunft können, wie wir wissen, in Deutschland nicht nur einseitig sein. Denn Heimat bedeutet nun mal Herkunft. Heimat verbindet man mit Emotionen und Liebe. Kann man nicht beides lieben? Ist es der richtige Weg, auf Liebe mit zwanghaften  Entscheidungshilfen zu reagieren?

Integration scheint ein Hobby vieler Quereinsteiger-Politiker geworden zu sein. Deshalb wäre es ratsam, sich neben den Medien auch mal mit vernünftiger Literatur aus dem Bereich Migration und Interkultur zu beschäftigen. Auch die aktuellen Zahlen des Mikrozensus sollten fleißig studiert werden.

Und keine Angst lieber Herr Spahn, ich persönlich habe nur den Deutschen Pass und bin politisch neutral. Sie können also nun die Schublade wieder zu machen.

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Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

Muslime sprechen oft über Rassismus. Dieser entsteht jedoch schon oft innerhalb ihrer eigenen Kultur

Mit dem Finger auf andere zeigen, ist immer einfach. 

Es ist jedes Jahr dasselbe. Jedes Jahr taucht ein Fanclub von Herrn Sarrazin oder anderen "Intellektuellen" auf. Eine Zeitlang war es der "Genexperte" selbst, heute ist es die AFD, die versucht, Menschen zu spalten. 

Deutschland ist multikulturell, das müssten nun auch die meisten soweit verstanden haben, auch, wenn die Gesellschaft 40 Jahre zu spät dran ist, was das praktische umsetzen vom Lieblingswort der Bundesrepublik Deutschland „Integration" angeht. In der ersten Generation der Gastarbeiter ist das Experiment „Integration" wohl gescheitert, doch jetzt hat auch die Gesellschaft dazu gelernt, kein Thema ist so heiß begehrt wie die Flüchtlingskrise. 

Wenn Muslime öffentlich über Rassismus klagen, entsteht oft eine Interessendebatte um die Kritikfähigkeit des eigenen Glaubens. Wir Menschen hinterfragen viel zu wenig, nehmen Gedachtes einfach so hin und interpretieren wie die Weltmeister.


 

Wieso müssen Kinder unter so einem Rassismus leiden?

Jeder spricht darüber, wenn eine andere Kultur oder ein anderer Glaube den Islam angreift, doch keiner redet darüber, wenn es die eigenen Subkulturen machen. Und davon gibt es wie im Christentum auch im Islam eine Brandbreite an Angeboten. Ich merke es selbst im Unterricht. SchülerInnen mit türkischer Migrationserfahrung diskutieren schon darüber, welche "Glaubensethnie", die wahrhaftige ist, wo ihre Eltern aktiv sind und welche Ethnie die totalen "Loser" sind. 

Die eine Gruppierung hält Distanz zur Anderen, die nächste Gruppe öffnet einen Raum für Hetzerei. Und alles wohl gemerkt unter MuslimInnen. Wie kann es sein, dass Menschen, die den selben Glauben haben, untereinander separieren, differenzieren, die Gesellschaft spalten und, was mich besonders trifft und worüber ich mich am meisten sorge, die Kinder und Jugendlichen manipulieren und einander immer weiter entfremden. 

Wenn ein Kind in die Moschee x geht oder zur Familie y und an einem dieser Orte einen guten Freund hat, aber die Eltern unterschiedliche politische oder ideologische Interessen verfolgen, lassen sie es die Kindern spüren. Wieso müssen Kinder unter so einem "Rassismus" leiden?

 


Machtkämpfe, ideologische Kontexte und politische Interessen - wir sollten uns lieber gegenseitig stärken

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Bevor ich anfange, andere Kulturen und Menschen zu beurteilen, fange ich immer mit mir selbst an. Wenn ich meine eigene Religion ständig auf Machtkämpfe, ideologische Kontexte oder politische Interessen herabstufe, dann muss ich mich doch nicht wundern, wenn ich für andere angreifbar bin. 

Im Islam ist es natürlich so, dass sich der Glaubensinhalt in viele verschiedene Richtungen aufgeteilt hat. Aber im Kern ist es derselbe Glaube. MuslimInnen, egal welcher Ethnie sie nun angehören, haben alle drei Hauptquellen im Islam, doch auch das scheint immer weiter in den Hintergrund zu rücken. 

Anstatt immer auf Unterschiede aufmerksam zu machen, zu schauen, was die eine Gemeinde hat und die andere nicht, sollten wir uns gegenseitig stärken. Wir sollten gute Vorbilder für die nächste Generation sein, die in einer multiethnischen Gesellschaft groß wird. Wir lassen Kinder in die Gesellschaft los, die schon gespalten aus den Elternhäusern kommen und erwarten Respekt und Toleranz vor anderen Glauben und Kulturen?

Religion ist Privatsphäre und nur zwischen Mensch und Gott vereinbar.

 

 

So einfach ist es nicht. Der Fisch stinkt immer von oben. Wir müssen endlich anfangen, Gemeinsamkeiten zu stärken, aufhören nur im eigenen Kreise aktiv zu sein, unseren Tee auch mal in einer anderen Gemeinde trinken, über den Tellerrand hinweg schauen und Hand in Hand zusammenarbeiten.

Religion ist kein Kirmesstand, den man auf einem Rummelplatz zur Schau stellt und versucht, Kunden zu locken. Religion ist viel mehr, Religion ist Nächstenliebe, es ist Intimität, Religion ist Privatsphäre und nur zwischen Mensch und Gott vereinbar. Psychologen haben bestätigt, dass Religionen Menschen helfen können, mit bestimmten schwierigen Situationen im Leben besser klar zu kommen. 

Sie jedoch als Waffe und Spielzeug zu formen, das verdirbt den Charakter. Was interessiert es denn den Herrn Müller von nebenan oder Familie Öztürk, wie ich meine Religion praktiziere? Mache ich es zum Schein nach außen oder für mich und mein Inneres? Braucht man immer ein Publikum, um zu zeigen, welcher Ethnie man angehört? 

Die altbekannten Antworten auf solche Themen werden auch langsam langweilig. Ja, eine Gemeinde stärkt das Zusammenleben usw. Was bringt sie mir, wenn ich gleichzeitig meine eigene Zukunft spalte und keine Transparenz vorlebe? 

Deshalb sollten alle Subkulturen im Islam da draußen endlich aufwachen: Schließt euch endlich zusammen und arbeitet gemeinsam und nicht gegeneinander, vielleicht hört dann das Gemeckere über "andere" auf und wir fangen endlich mal an, kritisch zu denken und umgehen diese festgefahrenen Einbahnstraßen des Lebens.


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Eltern emanzipieren statt bevormunden. Das war eines der wesentlichen Ziele des Projekts „Bildungs-Brücken: Aufstieg!“. Denn Lehrer schätzen das Elternhaus oft

Eltern: „In unserer Gesellschaft am meisten außer Acht gelassen…“

In der Bundesrepublik Deutschland leben viele verschiedene Menschen zusammen. Die unterschiedlichen Kontexte und Kulturen bilden das Gerüst einer funktionierenden und multikulturellen Gesellschaft, die immer mehr zusammenwächst. Eine solche Gesellschaft ist abhängig von einer erfolgreichen Bildungsarbeit, damit Kinder und Jugendliche die bestmögliche Ausbildung erhalten und die zukünftigen Gesichter unseres Landes werden.

Doch wenn alle jungen Menschen in Deutschland wirklich von den zahlreichen Bildungsangeboten profitieren sollen, brauchen vor allem die Eltern ein authentisches Werkzeug in den Händen, damit sie in der Praxis auf alle Fragen vorbereitet sind. Dies gilt für alle Eltern – ob mit oder ohne Migrationshintergrund – gleichermaßen.


In professionell besetzten Elternforen Eltern ausbilden

Viele Eltern stehen immer öfter vor offenen Fragen, wenn es z.B. um die Themen Schule, Zweisprachigkeit, Erziehungskompetenzen oder den Umgang mit Lernstörungen und Medien geht. Deshalb hat sich das Projekt „Bildungs-Brücken: Aufstieg!“ etwas ganz Besonderes überlegt, das seinen Fokus auf die Eltern von Kindern zwischen 0 und 15 Jahren gelegt hat. In bundesweiten Elternforen werden Multiplikatoren, wie Pädagogen, Psychologen oder pädagogische Fachkräfte eingesetzt, damit sie die primäre Zielgruppe, die Eltern, weiter ausbilden können.

Denn das deutsche Schulsystem und viele determinierte Prozesse können nicht verändert werden. Deshalb plädiert Ursula Boos-Nünning, ehemals Professorin für Ausländerpädagogik, genau hierfür und setzt dort an, wo Lücken noch vorhanden sind. Als wissenschaftliche Leiterin für dieses Projekt setzt sie sich für eine aufgeklärte und qualifizierte Elternarbeit ein.

Diese Fachkräfte werden in der Praxis oft mit kulturellen oder religiösen Kontexten konfrontiert und wissen meist den souveränen Umgang mit bestimmten Situationen nicht. Defizite in diesen Bereichen lassen sich nicht durch sprachliche Mängel interpretieren, denn fachliche und soziale Aspekte spielen hierbei eine große Rolle.

 

Jeweils auf Türkisch, Russisch, Berberisch und Arabisch

Gemeinsam mit 15 weiteren Autoren aus der Praxis, darunter auch der Autor dieses Beitrags, wurden verschiedene Module verfasst und bald in den einzelnen Lernorten, Bildungseinrichtungen oder Elternforen etabliert. Die Elternforen stehen mit den verschiedenen Projektpartnern jeweils auf Türkisch, Russisch, Berberisch und Arabisch im Dialog und werden auch in diesen Sprachen umgesetzt, mit dem Ziel, dass auch Eltern mit Sprachlücken erreicht werden.

Es gibt viele Initiativen, die das Ziel eines kulturellen Dialogs suchen und umsetzen wollen. In der Schulpraxis gehen viele Schülerinnen und Schüler mit einer Migrationserfahrung verloren, da sie in einigen Bereichen Mängel aufweisen und die Lehrerinnen und Lehrer an feste Lehrpläne gebunden und somit gezwungen sind, das eigentliche Programm durchzunehmen. Genau an dieser Stelle greift „Bildungsbrücken“ ein.


 

„Schwaches Elternhaus, Elternhaus mit Desinteresse…“

Dieses Projekt strebt also nicht danach, Kinder und Jugendliche direkt zu erreichen oder die Lehrpläne mit kulturellem Bildungswesen zu erweitern. Das Projekt setzt genau an der Stelle an, die in unserer Gesellschaft am meisten außer Acht gelassen wird und häufig in der Schulpraxis von Lehrerinnen und Lehrern als „schwaches Elternhaus, Elternhaus mit Desinteresse, Elternhaus mit keiner Verantwortung“ tituliert werden, wie ich sie aus manchen Lehrergesprächen entnommen habe.

Es richtet sich an alle Eltern, die genau das Wissen benötigen, um ihren Kindern den Bildungsweg zu erleichtern und sie aktiv und erfolgreich bei ihrem Lebensweg zu begleiten und konstant zu motivieren. „Bildungs-Brücken: Aufstieg!“ hat eine klare Intention: Änderungen statt Wiederholungen von schwierigen Interaktionen der Kinder- und Jugendarbeit, Suche nach Lösungen statt Präsentieren von Problemen aus der Praxis, die seit Jahren bekannt sind. Fachlich und didaktisch gut ausgebildete Multiplikatoren bedeuten: gut ausgebildete Eltern.

Das Modellprojekt Bildungs-Brücken: Aufstieg! wurde von der Otto Benecke Stiftung e.V. durchgeführt. Projektpartner waren folgende Vereine: Türkisch–Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), der Föderation Türkischer Elternvereine in Deutschland e.V. (FÖTED), dem Deutsch-Marokkanischen Kompetenznetzwerk e.V. (DMK), Kultur- und Integrationszentrum PHOENIX – Köln e.V. sowie der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ). Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat das einmalige Projekt bis Ende 2014 für eine Laufzeit von drei Jahren gefördert.

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Kann man denn als Atheist kein guter Mensch sein ?

„Er lügt, er glaubt nicht einmal an Gott!

Was ist mit denen, die gute Taten leisten, aber keiner Religion angehören? Vielen Predigern zufolge sind positive Handlungen nichts wert, wenn diese nicht im Namen der „richtigen“ Religion ausgeübt werden. Ist das richtig?

Als ich mit zwei zerstrittenen Schülern ein Klärungsgespräch führen wollte, sagte einer von ihnen zu mir: „Herr Öksüz, ich habe das wirklich nicht getan, ich schwöre, glauben Sie mir! Er lügt, er glaubt nicht einmal an Gott“.

Lügt jemand, weil er nicht an Gott glaubt? Warum wird in der heutigen Gesellschaft Moral mit Religion gleichgestellt? Wenn beides sich deckt und den Prozess, um das Gute in einem Menschen zu stärken und einen „guten“ Menschen zu formen, ist das zu begrüßen. Was aber ist mit denen, die gute Taten leisten, aber keiner Religion angehören? Vielen Predigern zufolge sind positive Handlungen in Form von Menschlichkeit und Nächstenliebe nichts wert, wenn diese nicht im Namen der „richtigen“ Religion ausgeübt werden. Ist das richtig?

Die Begriffe gut und böse werden oft für soziales Handeln verwendet. Gut oder böse sein oder eben gute oder böse Handlungen ausüben, liegt im Auge des Betrachters und seiner allgemeinen und individuellen Umwelt. Wieso einige Menschen Handlungen auf die Religion zurückführen, und sie manchmal ihrem Verstand vorziehen, ist nicht nur ein aktuelles Thema, über das in den Medien Debatten laufen.

 


Der Sozialisationsprozess

Es gab und gibt unzählig viele traditionelle Religionen, moderne Überzeugungen, politische Ideologien und philosophische Wege auf der Welt. Neu daran ist, dass mit der Globalisierung dem Einzelnen sich mehr Möglichkeiten bieten, aus dieser Vielfalt eine Auswahl zu treffen. Das geschieht nicht zufällig, denn jeder von uns wächst von der Geburt an in einer bestimmten Tradition, Kultur, Religion und moralischen Wertewelt auf. Das nahe Umfeld prägt primär die Normen und Werte des Menschen, sodass es in erster Hinsicht keine völlig freie Entscheidung gibt. Was ist eigentlich die Aufgabe einer Religion im Sozialisationsprozess des Menschen und wieso gibt es sie immer noch, obwohl in ihrem Namen so viel Unheil angestellt wird? Brauchen Menschen unbedingt eine „Anleitung“, um ein guter Mensch zu sein?

Ich erlebe es tagtäglich als Lehrer im Unterricht, wie SchülerInnen streiten, debattieren und zanken. Die Debatte zwischen zwei Schülern, aus der ich den Satz am Anfang dieses Artikels verwendet habe, war für mich mehr als eine alltägliche Rauferei auf dem Schulhof und ließ mich wieder über diese Grundfragen nachdenken.

 

Dialog zwischen den Schülern

Maximilian: Herr Öksüz, der Furkan hat mich ohne Grund beleidigt und geschlagen. Schauen Sie sich mal meine Hose an, die war neu.

Ich: Beruhig Dich erst einmal, das wird sich sicherlich klären. Furkan, kommst du mal bitte zu mir?

Furkan: Hey ich schwöre, ich habe nichts gemacht, der labert nur Müll!

Ich: Wer sagt denn, dass du etwas schlimmes getan hast? Ich wollte mich nur kurz wegen dem Vorfall eben mit euch beiden unterhalten. Würdest du mir bitte erklären, was passiert ist, damit ich beide Seiten gehört habe?

Furkan: Wir haben nur Fußball gespielt, als Max mitspielen wollte, haben wir ihm nur gesagt, dass er in der nächsten Runde mitspielen darf. Dann heult der direkt rum.

Maximilian: Das stimmt nicht! Ihr habt mich beleidigt und behauptet, dass ich eh nicht spielen kann, und als ich versucht habe, mich zu wehren, hast du mich einfach so geschubst.

Ich: Wir sind jetzt nicht vor Gericht, niemand wird bestraft oder verurteilt. Wir sind unter Freunden, wenn jemand etwas getan oder gesagt hat, was nicht in Ordnung ist, dann stehen wir auch dazu. Richtig?

Furkan: Herr Öksüz, ich habe das wirklich nicht getan, ich schwöre, glauben Sie mir! Er lügt, er glaubt nicht einmal an Gott!

Ich: Furkan, seit wann kannst du in die Herzen der Menschen sehen, diesen Trick musst du mir bei Gelegenheit mal beibringen? Ob jemand an Gott glaubt oder nicht, spielt für den Wert eines Menschen doch keine Rolle. Jeder entscheidet für sich selbst, an was er glaubt. Ein „guter“ Mensch jedoch zeigt sich durch seine Handlungen. Er sagt die Wahrheit, unabhängig davon, woran er glaubt und ob er gläubig ist oder nicht. Glauben tut man für sich selbst. Ein guter Mensch ist man aber nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Mitmenschen.

 

Moral ohne Religion nicht denkbar?

Religion und Moral. Vernunft und Offenbarung. Ist Moral ohne Religion nicht denkbar? Unsere Alltagserfahrung lehrt uns, dass es keine klare Antwort auf diese Frage gibt.

Schon im jungen Alter bekommen Kinder und Jugendliche von den Erwachsenen vermittelt, dass Menschen, die einer anderen oder vielleicht gar keiner Religion angehören, kein guter Umgang für sie seien. Psychologen haben Statistiken geführt, die zeigen, dass eine Religion helfen kann, sich vor „schlechten“ Eigenschaften zu schützen. Menschen haben selbstverständlich einen eigenen Verstand und sollen diesen nutzen. Das Ziel einer Religion sollte es sein, ihre Anhänger für einen Dialog mit anderen Menschen zu motivieren.

Festgeschriebene religiöse Gebote und Normen ähneln einer Anleitung und sind für nicht wenige notwendige Regeln, um ihren Alltag zu bewältigen.

Warum fügen dann Menschen im Namen der Religion anderen Menschen und der Natur Schaden zu? Eine mögliche Erklärung ist, dass sie sich eine eigene Definition von Religiosität schaffen, bei der nicht die wahre Intention der Religion im Mittelpunkt steht, sondern ihre eigenen Schwächen, Wünsche und Bedürfnissen. Sie filtern sich einzelne Komponenten aus ihrem „Glauben“ heraus. In diesem Fall steht Religion unter der Herrschaft des Menschen und kann nicht das Positive, das Gute in ihm bewirken, was ihr eigentliches Ziel ist.

Es gibt viele Menschen, die das moralische Handeln nicht religiös begründen. Sie sagen zwar von sich, sie seien Atheisten oder Agnostiker, in ihrem „vernunftsorientierten“ Handeln beobachtet man jedoch viel gutes und nützliches für ihre Mitmenschen, die man sich von vielen „religiösen“ Menschen auch wünscht. Ob sie nicht eigentlich die „wirklichen Gläubigen“ sind, die, ohne sich dessen bewusst zu sein, die Intention der Religion verwirklichen?


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Gülen Bewegung: Wandlung durch solide Chamäleon Taktik

Spätestens seit dem Putschversuch 2016 ist die Gülen-Bewegung auch in

Deutschland ein heikles Thema.

Begriffe wie Integration, Bildung, Dialog, Demokratie und Toleranz schmücken

die Bewegung und lässt sie nach außen hin wie eine liberale Gruppe erscheinen, die sich für ein Miteinander stark macht.

“Baut Schulen statt Moscheen“ ein Werbeslogan der Bewegung, der nun heute

nicht mehr gilt. Denn Ercan Karakoyun, Sprecher der Bewegung schrieb in den

sozialen Netzwerken: „Wir haben inzwischen mehr als 50 Kulturzentren gegründet. In den meisten wird auch das Freitagsgebet verrichtet.“

Das ist doch super; zur parasitären Ausbeutung der Moscheen kommen nun auch offizielle religiöse Häuser hinzu, die nicht mehr hinter einem Schleier versteckt gehalten werden müssen.

Das Praktizieren von Religion darf also aus dem Inneren heraustreten und

in der deutschen Öffentlichkeit gesehen werden.

Maskierte Transparenz im Namen der Abis*

*Übers. "großer Bruder", sind Autoritätspersonen / Entscheidungsträger im inneren der Bewegung, wie Imame, Hodschas oder Mentoren.

Die Bewegung ist berühmt für den ständigen Kurswechsel, welcher vom Kapitän

deklariert wird, sowie für die schwammige Auslegung ihrer Haltung und ihrer

Außenpräsenz. Ganz nach dem Prinzip: „Was draufsteht, muss auch drin sein“,

werfen viele Wissenschaftler oder Politiker der Bewegung vor, keine authentische Transparenz vorzuleben.

Ist die Kritik denn berechtigt? Es existieren doch seit einigen Jahren in Deutschland Stiftungen, wie u. a. die Stiftung Dialog und Bildung, die sich als Ansprechpartner für die Hizmet-Bewegung versteht. Unmittelbar nach dem Putschversuch in der Türkei ist ein Buch erschienen, das von einem wahren Insider, nämlich Herrn Karakoyun selbst geschrieben worden ist, um jegliche Fragen rund um die Bewegung zu beantworten.

Doch warum wird zu wenig über die Lichthäuser geschrieben und wieso gibt es keine wissenschaftliche Studie über diese bekannten Initiativen, ähnlich wie beim VIKZ (Verband der Islamischen Kulturzentren)?

Noch viel weniger berichtet das Aufklärungsbuch der Bewegung über jene Kinder und Jugendliche, die – selbstverständlich- absolut freiwillig innerhalb der

Bildungsarbeit in die Gesprächszirkel rekrutiert werden und über einseitige Inhalte sprechen, von denen selbst ihre eigenen Eltern in den meisten Fällen gar nichts ahnen.

Alles nur Zufall?

Wenn man die Bewegung näher betrachtet, hat sie gerade in Deutschland etwas

geschafft, wovon andere türkischstämmige Ideologien nur träumen können.

Etablierte Schulen, eine Reihe von Bildungs,- & Kultureinrichtungen, renommierte Wissenschaftler als Fürsprecher und ein direkter Durchgang von „Elitetürken“ in die deutsche Gesellschaft.Schaut man sich aktuell den Ex-Partner der Bewegung an, die DITIB, als mitgliedsstärkste Migrantenorganisation der Bundesrepublik Deutschland, fällt doch ganz schnell auf, wo der feine Unterschied dieser beiden ehemaligen Kollegen liegt.

Die Gülen-Bewegung hat nach außen hin keinerlei Probleme mit jedem an einem Tisch zu sitzen und in den Dialog zu treten. Genau das macht die große Besonderheit für die Gesellschaft aus, denn in einer Demokratie müssen alle Menschen miteinander auskommen; das hat die Bewegung schon ganz früh erkannt und sich zunutze gemacht.

Selbstverständlich stellen Verbände wie die DITIB dann bei Betrachtung jener

Unterschiede ein Integrationshindernis für viele Politiker und Experten da. Hier

muss die DITIB ein klares Zeichen setzen, sich neu positionieren und endlich

interaktiv in die Gesellschaft hineintreten.

Der Rücktritt engagierter junger Menschen, die sich im Bundesjugendvorstand der DITIB eingebracht haben, sollte hierbei als kritische Reflexion ausreichen.

Taktisch gesehen, ist die Hizmet-Bewegung im ständigen Wandel. Auch in

Deutschland macht sie eine enorme Entwicklung nach vorne, selbst nach dem

Putschversuch.

Türkeihetze auf deutschem Boden

Doch warum ist das in sich gekehrte System so erfolgreich? Zum einen ist die

Außenfassade für die Dialogbereitschaft ein entscheidender Faktor. Hinzu kommen die Fleißigen, oft gut ausgebildeten Mitglieder, die sich hingebungsvoll für die Ideologie engagieren.

Das alles wird von einem exzellent entwickelten System gesteuert, welches hierarchisch so strukturiert wurde, dass jeder seinen Platz innerhalb der Bewegung besitzt.

Ohne politischen Einfluss wäre eine Ausbreitung eines solchen Netzwerks kaum

möglich gewesen. Als die Zusammenarbeit mit der AKP-Regierung noch

harmonierte, stand die Bewegung finanziell und wirtschaftlich unter der

persönlichen Schutzwache der türkischen Regierung. Die Kombination aus

Religion und Politik war für viele Geschäftsleute ein wahrer Hingucker. Und wenn Kinder dadurch noch bessere Bildungsmöglichkeiten erhalten, dann sind doch alle zufrieden. Die Schulen Gülens gehörten auch nicht um sonst zu den Besten der Türkei. Alles nur Zufall? 

Die türkische Community als Hauptzielgruppe sah zu dieser Elite auf. Mit dem

Bruch der AKP-Regierung stürzte das gemeinsam aufgebaute Imperium ein und die Auswirkungen werden in Deutschland offen ausgetragen.

Deshalb ist die ständige „Antitürkei“ Haltung und die subjektiven Berichtserstattungen von Karakoyun und anderen Mitgliedern kaum verständlich.

Die Türkei wird ausschließlich negativ dargestellt, ohne dabei zu beachten, dass

gerade junge Menschen in Deutschland, die zwischen zwei Kulturen aufgewachsen sind, sich mit beiden Kulturen identifizieren.

Für viele ist die Türkei und auch Deutschland ein Stück Heimat. Der Missbrauch für einen öffentlichen Raum, den man dadurch erhält, ist extrem kontraproduktiv. Die Spaltung, die die Anhänger selbst zu spüren bekommen, übertragen sie auf hier lebende Kinder und Jugendliche, die immer mehr in ein Identitätskonflikt geraten.

Das Leben ist kein Wunschkonzert: jahrelang verfolgten beide Giganten das

Konzept “Religion und Türkeipolitik“ und hatten klare Ziele vor Augen. Das

Versagen dieses Systems wird auf unschuldigen Schultern ausgetragen.

Menschen, die in Deutschland leben, sollten nicht abhängig von der Außenpolitik sein.

Bildung als Deckmantel zur Integration

 

Ein Deckmantel soll nicht nur hübsch aussehen; er soll vom Kern, vom Wesentlichen ablenken

Die Bewegung hat sich abhängig gemacht und nimmt dabei die Opferrolle ein, ohne dabei zu bemerken, dass in Deutschland keiner die Opfermaske tragen

muss. Denn es gibt hier genug Möglichkeiten für ein stetiges Weiterkommen!

Klar, die Mitglieder mussten sich der oberen Etage beugen und fröhlich dem

Zusammenspiel zwischen den beiden Riesen Imperien zustimmen.

Doch warum wird jetzt nur die türkische Regierung von den Anhängern kritisiert? Wieso kritisiert man nicht endlich die eigenen Reihen, schaut über den Tellerrand hinaus und hinterfragt, wer im Ursprung diese Zusammenarbeit bewusst zugelassen hat?

Aber dann müsste man den eigenen Meister in Frage stellen und das ist in diesen Kontexten absolut verboten – sofort würde man sein Gesicht innerhalb der Bewegung verlieren, das will ja keiner. Den Fokus auf ein Feindbild setzen, das ist doch viel einfacher, wenn man gesehen und gehört werden will.

Die Wandlungen innerhalb der Bewegung, ob in inneren oder äußeren Strukturen sind auf ständiger Suche nach einem Echo. Ein Deckmantel soll nicht nur hübsch aussehen; er soll vom Kern, vom Wesentlichen ablenken.

Bildung als Deckmantel zur Integration, das ist kein neues Label in diesem Netzwerk

Die konservative Haltung gegenüber Frauen beispielsweise erhält seit einigen Jahren eine neue Farbe. Vor ca. zehn Jahren war kaum eine Frau im Vorstand aktiv, als Leiterin tätig oder in der Öffentlichkeit zu sehen.

Und heute sollen Frauen in Führungspositionen, einzelne Vereine glänzen plötzlich mit ihrem „Frauen an die Macht“ Image und das Thema Gleichberechtigung steht ganz oben auf der Fahne.

Wieder Zufall?

Bildung als Deckmantel zur Integration, das ist kein neues Label in diesem

Netzwerk. Vielleicht sollte man sich jetzt im inneren und im äußeren Handeln

besser absprechen. Die Flüchtlingswelle ist eine neue attraktive Zielgruppe für die Bewegung, auch das haben sie schnell verstanden.

Welche Taktik hierbei im Vordergrund steht, ist wohl innerhalb dieser Wandlungen kein Geheimnis mehr. Ja, jetzt versucht man sich unabhängig zu machen und die Farben Schwarz, Rot und Gold sind nun endlich angekommen.

 

"Eltern geben zu schnell nach": Die Abrechnung eines Lehrers mit dem iPhone-Wahn an Schulen

Die Kinderarmut in Deutschland nimmt zu

In Deutschland wird die Schere zwischen arm und reich immer größer. Die Kinderarmut steigt und steigt, sie wird auch nicht dadurch unsichtbar oder besser, wenn ein Herr Cem Özdemir öffentlich dazu wortwörtlich bei diesem Thema abhebt und es von oben herab betrachtet. Ignoranz hilft nämlich keinem! 

Laut einer aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit lebten über 1,9 Millionen Menschen unter 18 Jahren Ende 2015 in Hartz-IV-Haushalten, 52.000 mehr als 2014. Somit waren 14,7 Prozent aller Heranwachsenden auf die staatliche Grundsicherung angewiesen. Bereits im Kindergarten oder in der Grundschule gibt es Kinder, die viel schlechter dran sind als Andere. Dann gibt es natürlich die "iPhone-Kids", die in den Grundschulen bereits von ihren Eltern gut geschmückt und gestylt werden. 

Wir leben im Zeitalter der sozialen Medien und der Digitalisierung. Alles gut und schön - doch wieso muss es in der Grundschule schon ein iPhone für knapp 400 € sein? Wieso soll es als Geschenk für eine gymnasiale Empfehlung ein "neueres" iPhone für 600€ sein? iPhones sind weltweit sehr gut etabliert. Apple allgemein ist mittlerweile fast jedem Kind ein Begriff und wenn das alles so weiter geht, dann wahrscheinlich auch das erste Wort, sobald das Kind anfängt zu sprechen.



Kinder wollen keine "Materialistische Liebe"

"Materialistische Liebe" oder Aufmerksamkeit schenken, muss nicht mit einem knapp 1000€ Handy geschehen. Natürlich ist es einfacher und bequemer, wenn man nachgibt und die Kids "gut" beschäftigt werden. Gleichzeitig glänzt man nach Außen und jegliche Diskussion wird vermieden. Eltern geben zu schnell nach und sind meist verunsichert. Sie wählen den simplen Weg und nehmen ihren Kindern ein Stück Realität und ihre Wahrnehmungsfähigkeit weg. Der deutsche Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann erklärt sich die Probleme mit einer tiefreichenden Verunsicherung und bringt es auf den Punkt: "Die modernen Eltern sind in Erziehungsfragen unentschlossener, als es je eine Generation vorher war. Sie wissen unheimlich viel, und sie wissen nichts." - Quelle: www.ksta.de ©2016

Es muss kein iPhone sein. Es muss auch mit 18 kein dickes Auto sein. Kinder wollen meistens Liebe, Aufmerksamkeit und Respekt und das in allen Facetten. Sie wollen keine "halben Sachen" - keine halbe Aufmerksamkeit. Jedes Kind kann verstehen, wieso ein 1000€ Handy in dem Alter keine Option sein sollte. Dafür müssen aber Eltern erst einmal verstehen, wieso es manchmal doch mehr Sinn macht, Tag für Tag sich eine halbe Stunde Zeit zu nehmen und es dem Kind zu erklären. 

Wieso es eben tatsächlich mehr Sinn macht, auch wenn andere Kinder mit Gucci Taschen herumlaufen, selbstbewusst aufzutreten, dem entgegen zu stehen und zu wissen: Materialistische Dinge sind nicht das Wichtigste im Leben. Klar gehört dazu viel Geduld, Feingeschick und ein starkes Auftreten seitens der Eltern. Gerade deshalb sollte ganz deutlich werden, dass Eltern und Kinder keine Freunde sein können, auch wenn sie dieselben Luxusartikel besitzen und lieben.

 

 

Kinder brauchen kein 600€ Handy!

Doch nur weil Kinder etwas wollen, kennen und wissen, wie sie ihre Eltern überrumpeln. Nur, weil sie solange nerven, bis sie das bekommen, was sie wollen. Nur, weil es der Nachbarssohn hat oder alle in der Klasse ein iPhone besitzen, müssen Eltern doch nicht sofort nachgeben und einem Kind, ein Gerät zur Verfügung stellen, was mehr Auswirkungen auf die Entwicklung beisteuert, als nur das "Stillirisieren" des Gejammers.

 

 

Eltern müssen konsequent sein! - Typische Elternausreden aus der Praxis- 

- "Mein Sohn hat die gymnasiale Empfehlung erhalten. Ein iPhone hat er sich dafür gewünscht."

- "Mein Kind ist auf einem EliteGymnasium. Wir haben Angst, dass er ausgegrenzt wird, denn alle in seiner Klasse haben min. ein iPhone 4" 

- "Seit Wochen erzählt unsere Tochter von ihrer Freundin, die auch ein iPhone hat. Wir wollten sie nicht länger quälen." 

- "Vorher hatte unser Kind nur ein Samsung. Als wir merkten, dass er die Schule vernachlässigte, machten wir einen Deal mit ihm. iPhone gegen gute Leistungen. Seitdem klappt es viel besser."

- "In der Grundschule haben fast alle ein iPhone. Nicht, dass unser Kind denkt, dass wir es nicht mehr lieb haben."

 

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Aktuelle Philosophie vieler Deutschtürken: Und in welchem Lager sitzt Du?

Als Deutschtürke hat man nur zwei Optionen...

In Deutschland wird oft über Kulturen gesprochen. Einige Kulturen bringen natürlich auch weitere Subkulturen mit. Diese Subkulturen -„Lager" - sind seit Jahren unter den Deutschtürken präsent.

 

Als Deutschtürke hat man nur zwei Optionen: Entweder Du gehörst zum Lager X oder Du gehörst zu „den Anderen". Warum jedoch ist es so ein Weltwunder, wenn man zu keinem Lager gehören will und mit jedem kommunizieren möchte? Es ist doch extrem auffällig, dass auch die sozialen Kontakte innerhalb aller Lager eingeschränkt bleiben und kaum jemand in der Lage ist, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Jeder kocht sein Süppchen für sich und alle plädieren u.a. für Vielfalt, für den Dialog, für die Nächstenliebe und für die Demokratie. 


Politik, Geld, Macht und die Ideologie

Dann wäre es doch der erste Schritt untereinander erst einmal damit anzufangen, bevor man versucht, anderen etwas zu präsentieren und sich zur Show zu stellen.

 

Politik, Geld, Macht, Ideologie und soziale bzw. psychologische Aspekte spielen eine große Rolle, wenn man einer Gruppierung nachläuft. Das Nachlaufen ist nicht das eigentliche Problem, sondern das Vermeiden des Kontaktes mit den „Andersdenkenden". Das Lustige ist, dass die meisten Lager von sich dann behaupten, dass sie für alle offen sind und wieder „die Anderen" die Probleme verursachen. Schaut man sich die Vereine, Verbände oder sonstigen Initiativen an, die einem Lager angehören, wird man schnell merken, dass die obere Etage nur mit Lagerdenkern besetzt ist - und das manchmal nach außen offen oder intern versteckt.

 

Soziales Umfeld einseitig, soziale Netzwerke einseitig, Lagertreffen einseitig

In den sozialen Netzwerken wird es ganz klar und deutlich vorgemacht und unter den Kindern und Jugendlichen ist es immer eine Thematik. Jedes Lager hat seinen eigenen Sprecher. Namen müssen hier nicht erwähnt werden, die „Lagersprecher" sind weit bekannt, einige agieren auch in offiziellen Parteien.

Sobald ein Lagersprecher gegen andere Lager hetzt und Hasspredigen verbreitet, was aktuell ja anscheinend zur Mode geworden ist, liken oder teilen diese Beiträge überwiegend die Menschen aus dem eigenen Lager. Somit sind Informationsquellen wieder einseitig.

Zusammengefasst: Soziales Umfeld einseitig, soziale Netzwerke einseitig, Lagertreffen einseitig. Kurz und bündig wird es unter einem leckeren „Zuckerwattemantel" den Menschen serviert unter den Begriffen: Demokratie, Menschenrechte, Nächstenliebe und Vielfalt. Für ein neues Projekt wurde eine Befragung unter deutschtürkischen Jugendlichen durchgeführt. Und eines wird ganz deutlich: Die Heranwachsenden lehnen das Lagerdenken ab, doch es wird ihnen vorgelebt, sodass sie meistens keine andere Wahl haben. 

 


Auch Deutschland trägt hier die Verantwortung für das Selektieren mit

Deutschland ist ein Land im ständigen Wandel. Blicken wir 40 Jahre zurück, dann wird deutlich, dass die ersten sogenannten Gastarbeiter nicht so aufgenommen worden sind, dass ihnen ein Weg einer erfolgreichen Etablierung offenstand, sondern wurden in ihre ganzen Lager geradezu hingelotst. Alle dachten am Anfang, dass „der Türke" von nebenan wieder zurück in die Heimat reisen wird.

Dieses Desinteresse oder diese Ignoranz war damals schon der direkte Wegweiser in die jetzigen Lager. Doch Moscheen oder andere „Dialogzentren" werden nun mal nur von den jeweiligen Gruppen besucht, manchmal ist es auch gemischt, aber eher selten. Man kommt zusammen, trinkt seinen Tee und hat ein stabiles soziales Umfeld.

Und heute werden die sog. Flüchtlinge mit Angeboten im Bildungs- oder Kulturbereich überflutet. Es wird  selbstverständlich aus Fehlern gelernt, doch bringt es sehr wenig, wenn die Fehler der Vergangenheit mit in die Zukunft genommen werden.

 

"Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung

Es entsteht untereinander eine Mobberei und auch Kindern nimmt man mit etwaigen Denkmustern das selbstständige Denken und Handeln.  "Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit."(SGB VIII § 1 Abs.1)

Solange aus der „Lagerwortwahl" und dem „Lagergedanken" kein fokussiertes und gemeinsames „Wir" entsteht, solange leiden Kinder und Jugendliche unter diesen antiken Denkmustern. Das Schreiben, Labern und Werben über diverse Lager und die Hetzparolen über 

'die Anderen', das treibt uns alle nur noch mehr zurück.

Wann werden die Lagerdenker endlich merken, dass viele der Handlungen und Lagerdenkweisen definitiv nicht demokratisch sind - sondern menschenverachtend und einfach radikal selektiv.

Allein die Wortwahl ist ein Phänomen für sich: Entweder heißt es "Wir / jemand von uns " oder die "Anderen", wenn man es aus dem Türkischen wortwörtlich übernimmt.

 Es mag sein, dass jedes Lager „versucht", gute Arbeit zu leisten. Doch eines  ist ALLEN gemeinsam: Ihr hetzt, Ihr selektiert, Ihr sucht nach keinen Gemeinsamkeiten, nach keinem gemeinsamen Weg.

 

Lieber bleibt Ihr unter Euch.  Ist das Vielfalt? Ist das moralisch korrekt? Ist das religiös der Weg, der die Beziehung zwischen Mensch und Gott stärkt? (Viele Lagergedanken werden merkwürdigerweise religiös untermauert.)

Ist das moralisch und ethisch vertretbar und definiert Ihr so einen „guten" Menschen?

Das Einzige, was so ein Verhalten auslöst, ist Hass und Gift. So verbreitet es sich wie ein Virus und den Schaden haben die Menschen, die vielen Kinder und Jugendlichen.

Vielleicht wollen Kinder und Jugendliche offen, transparent und ohne vorgefertigte Gedanken über andere Menschen aufwachsen. Dazu gehört es auch, Freundschaftenselbst frei wählen zu dürfen und nicht nach Vorlieben von Eltern oder symbolischen „Vorbildern", die einer Ideologie oder einer Machtfigur folgen.

 


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Dieses Gelaber über Integration muss endlich aufhören! Es nervt!

„Du sprichst aber gut Deutsch, das ist ein gelungener Beitrag zur Integration" - Quatsch!

Warum muss die Gesellschaft immer das „Deutschsein" neu erfinden? Ist es wirklich so spektakulär, wenn Deutsche Großeltern oder Eltern haben, die vor Jahren hier eingewandert sind, um hier zu leben? Reden wir hier noch von der Würde des Menschen, die unantastbar ist und der Mensch als Individuum gesehen werden sollte?

Es ist doch total trivial, wenn man zu deutschen MitbürgerInnen sagt: „Du sprichst aber gut Deutsch."

Wenn man sich das TV-Programm mal reinzieht, muss doch Eines auffallen: Deutschsein sollte mehr sein, als nur diese Homestories, die auf RTL & Co. laufen. Die Schauspieler sprechen alle nicht mal gutes Deutsch und keiner beschwert sich darüber.

Die Einschaltquoten sprechen eine deutliche Sprache, wie viel „Integration" ist denn hier nötig, damit Menschen sich anpassen? Wie viel „gutes" Deutsch muss man denn können, um nicht in die Kategorie „integriert sein oder nicht" zu fallen? Wer fällt in diese Kategorie und wer bestimmt eigentlich darüber?

Langsam nervt es

Langsam nerven die vielen Lehrkräfte an den Schulen, die Noten aufgrund von Mehrsprachigkeit herunter stufen. Langsam nerven auch die vielen ErzieherInnen, die versuchen, die Eltern mit zu erziehen und ihnen am liebsten „Deutschsein in der Kita" beibringen wollen. 

Wollen und Können sind zweierlei paar Schuhe. Und nicht jede Fachkraft ist gleich Psychologe, Arzt oder Therapeut. Mehrsprachigkeit ist kein Hindernis zum Erlernen einer Sprache, auch wissenschaftlich wurde mehrfach belegt, dass es kein Hindernis ist, wenn Kinder zweisprachig aufwachsen.

Was aber ein Hindernis dieser Gesellschaft ist, ist die Wortwahl. Der Eine spricht gut, der Andere ist gut integriert und die Anderen sind gerade hierher geflüchtet und sind „Integrierte Versuchsobjekte in Ausbildung"? Oder hat die Bildungspolitik noch kein passendes Etikett dafür gefunden?


Aus Fehlern lernen?

Wenn es plötzlich im Übermaß Projekte für Kinder aus geflüchteten Ländern regnet, dann stimmt hier etwas nicht.

Wenn ein Migrationshintergrund von deutschen BürgerInnen immer noch als Beeinträchtigung oder als Sonderstatus gesehen wird, dann stimmt hier eindeutig etwas nicht. Wenn Kinder kategorisiert werden und ein bestimmter Background vorausgesetzt wird, dann fragt man sich: Was ist hier schief gelaufen? 

Wieso müssen Menschen, die hier leben, hier zur Schule gehen, die sich hier fest etabliert haben, einen bestimmten Kontext mitbringen? Wie sollen denn in Zukunft die Dialoge mit Kindern und Einrichtungen ablaufen? 

 


Du bist zu Deutsch, dafür gibt es kein Projekt

 

Vielleicht wäre hier ein passendes Beispiel: „Du bist Flüchtling, du kommst hier rein. Du bist Migrant, du kommst hier rein. Du bist zu Deutsch, dafür gibt es kein Projekt." 

So etwas passiert tagtäglich. Keine Ahnung was sich die Politik dabei denkt, wenn sie expliziert Gelder für eine „Gruppierung" zur Verfügung stellt und Menschen ohne bestimmte Gruppenzugehörigkeit nichts bekommen. 

Man könnte das Gefühl haben, dass es mit Absicht geschieht. Vielleicht braucht man diese Gruppen ja noch. Vielleicht will man auch nicht, dass alle Menschen gleich behandelt und gefördert werden. 

Hört doch erst mal mit dem Schubladendenken auf, bevor ihr wieder mit eurem Lieblingswort „Integration" ankommt.

 

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"Kinder führen Kinder" im Clemens Sels Museum Neuss werden Kinder zu 'Experten' für Klein und Groß ausgebildet

Kinder werden zu kleinen Experten

Werden Kinder und Jugendliche genügend in der Schule gefördert, vor ihrer Klasse zu sprechen oder sich selbstbewusst und offen zu präsentieren? 

Immer mehr geht es in der Schulpraxis um Präsens und das auch schon in der Grundschule! Die Heranwachsenden sollen später in der Gesellschaft keine Probleme bekommen, wenn es um ein starkes Auftreten geht. 

Gerade deshalb ist das Projekt „Kinder führen Kinder" ein ganz besonderes Projekt, welches schon seit langen Jahren am Clemens Sels Museum Neuss mit großem Erfolg durchgeführt wird. Nun sollte es eine neue Variante geben: Die gezielte Förderung der Sprachkompetenz von Kindern mit Migrationshintergrund. 

Die Soroptimisten in Neuss konnten sich für diese Initiative des Museums begeistern und sammelten in mit einer großen Benefiz-Auktion Geld für dieses und vergleichbare Vorhaben. Denn die weltweitgrößte Vereinigung von berufstätigen Frauen sieht das Clemens Sels Museum in Neuss als einen idealen Ort, an dem Bildung und Kultur zur Stärkung von individuellen Fähigkeiten aufeinandertreffen. Der perfekte Ort eben, wo Kinder für sich und andere motiviert lernen können und dieses Wissen weitergeben. 

 

 

Selbstbewusstsein stärken

In Zusammenarbeit mit dem Verein „Interkulturelle Projekthelden" wurden die Neusser Schüler Anna Rajavi und Abdulsamed Göl für dieses Projekt ausgesucht, beide 14 Jahre und Kinder mit Migrationshintergrund. Durch den finanziellen Support der Soroptimisten Neuss wurde gemeinsam mit der Museumspädagogin Romina Pieper ein Führungskonzept intensiv erarbeitet und erlernt, um Kinder und Erwachsene durch das Museum führen zu können. 

Die beiden ‚Guides' wurden nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell geschult und lernten, Kinder- aber auch Erwachsenengruppen eine spannende Themenführung zu bieten.

Das Ergebnis spricht für sich! Abdulsamed G. (14) erklärte konzentriert das berühmte Kinderbildnis von Jacob Gerritzsz. Cuyp (1594-1652). 

"Kinder wurden damals wie kleine Erwachsene dargestellt und mussten für ein solches Porträt stundenlang stillstehen", sagte er und beantwortete im Anschluss geduldig alle Fragen seiner Zuhörer. Seine "Kollegin" Anna R. (ebenfalls 14) brachte den zehn Kindern und ihren Eltern anschließend das Bild "Der Spaziergang" von Heinrich Campendonk (1889-1957) näher und ging besonders auf die Verwendung der bunten Farben und die Maltechnik ein.

 

Zuhörer sind begeistert

 

Es war eine besondere Führung, die im Clemens-Sels-Museum stattfand - zum ersten Mal gaben jugendliche Museumsführer mit Migrationshintergrund eine Probe ihres Könnens ab. Beide suchten sich jeweils vier Bilder aus und trafen sich fünf Mal mit Museumspädagogin Romina Pieper, um alles Wissenswerte zu erfahren. "Wir geben aber auch unsere eigenen Eindrücke wieder", betonten sie. 

Trotz einiger Aufregung brachten sie die erste Führung mit Bravour hinter sich und freuten sich über die von Museumsdirektorin Dr. Uta Husmeier-Schirlitz ausgehändigten Zertifikate. "Ihr habt lange geübt und geprobt, frei ohne Zettel gesprochen und die Beantwortung der gestellten Fragen zeigt, dass ihr noch sehr viel mehr wisst", lobte sie die Jugendlichen, die sich ab sofort mit den Führungen ein kleines Taschengeld verdienen. 

Der Erfolg dieses Projekts soll natürlich nachhaltig fruchten. Deshalb haben die Soroptimisten Neuss eine stolze Summe von 5000€ für dieses und weitere Projekte gespendet, in der Hoffnung, dass weitere Kinder motiviert und gestärkt werden können.



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Wenn Kinder -  Kinder bekommen

Warum gibt es eigentlich keinen Elternführerschein?

Wunschkinder oder nicht - „Experimentkinder" zum Retten einer Beziehung ja oder nein? Kinder bekommen Kinder zum Aushang für bundestatistische Geburtsraten als Werbetrommel vieler Politiker. Was bedeutet es eigentlich, ein Kind auf die Welt zu setzen? Für viele gibt es hierfür verschiedene Erklärungen, Ziele oder Anregungen. Das Kindergeld ist eines der vielen Vorurteile in unserer Gesellschaft.

Ist Eltern sein so schwer?

Jedes Kind ist individuell, Lehrkörper aus der Praxis könnten nebenbei als Hellseher arbeiten, denn sie wissen immer ganz genau, was ein Kind braucht, aus welcher gesellschaftlichen Schicht das Kind vermutlich stammt und setzen den Stempel fest drauf und vergessen dabei, dass kein Kind dieser Welt sein Schicksal selbst ausgesucht hat. 

Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit."(SGB VIII § 1 Abs.1) So steht es schön bürokratisch geschrieben, aber wie sieht die Realität aus?

 

Eltern sein ist nicht schwierig in einer Gesellschaft, in der keine Klarheit der Sexualmoral besteht - geschweige denn eine passende Form der sexuellen Erziehung. 

Denn jedes Bundesland legt die Aufklärungsarbeit anders. Einige fangen in der Grundschule an und andere am Ende ihres ersten Abschlusses. Doch warum gibt es eigentlich keinen Elternführerschein? Wieso werden gerade Väter nicht in ihrer Rolle als Väter weitergebildet? Es gibt nun mal eine hohe Anzahl von Steinzeitdenkern, die die Rolle einer Mutter zu stark überbewerten.

 


Kinder erhalten nicht die Unterstützung, die sie brauchen

Natürlich gehen die Geburtsraten in Deutschland stark zurück, doch den immer jünger werdenden Eltern werden viele verlockende Angebote gemacht. Und so werden Kinder auf die Welt gebracht, die nicht immer gewollt oder für andere Zwecke gedacht warenund müssen sich in dieser Gesellschaft beweisen und erhalten meistens nicht die Unterstützung, die ihnen eigentlich zusteht. 

Am liebsten sind mir die Eltern, die nicht mal das Geburtsdatum ihrer Kinder wissen, den Klassenlehrer nicht kennen oder Vorlieben ihrer eigenen Kinder kaum entdecken. Beim Kinder Zeugen erhalten diese Eltern eine recht frühe Anleitung und genug Werkzeug und Spielzeug gibt es überall zu kaufen. 

Die Rede hier ist nicht von den 0815 Kursen, die Eltern angeblich auf das „Eltern werden" vorbereiten. Auf eine so große Verantwortung vorzubereiten, reichen keine paar Monate aus und auch keine theoretischen Floskeln oder unnötige Schreiben, in dem unterschrieben wird, dass man sich um seine Kinder kümmert.

Doch warum diese Eltern mit dieser Verantwortung allein gelassen werden, wieso sie keine langjährige Ausbildung praktizieren müssen, bevor man sie auf Kinder loslässt und warum sogar bei Mc Doof eine Ausbildung erforderlich ist, bevor man mehr als nur kassieren und Bürger ausgeben darf, das bleibt ein ewiges Geheimnis einer blühenden Gesellschaft, die erstens alles schafft und anscheinend genug Steuergelder hat, um diesen ewigen Kreislauf fortzuführen. 

Kinder bekommen Kinder, das Jugendamt hilft diesen Kindern mit unendlichen Angeboten und einer Überschwemmung an Fördermöglichkeiten. Wir reden hier von Tausenden Euros, die einer Familie zu „Gute" kommt und meistens nicht immer der gewünschte Effekt erzielt wird. Absicht oder nicht, das ist hier die Frage. 


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Integration entsteht nicht auf dem Papier!

Doppelte Staatangehörigkeit und Loyalitätskonflikte? Auf welches Grundgesetz stützen Sie Ihre These, lieber Herr Spahn?

Deutsch oder nicht?

„Freie Entfaltung der Persönlichkeit oder Freiheit der Person" heißt es doch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Dann würde es bedeuten, dass jeder Mensch in Deutschland selbst entscheiden darf, ob er zwei Pässe möchte oder nicht. Aber wenn hier von Loyalitätskonflikten gesprochen wird, drängt man die Menschen zwanghaft auf eine bestimmte Seite. Was hat ein Papierstück mit Loyalität zu tun? Loyalität beginnt im Herzen und nicht auf Papier!

In einer pluralistischen Gesellschaft sollte jeder Mensch auch das Recht haben, auch plural sein zu dürfen, plural denken zu dürfen, was ist daran verkehrt? Herr Spahn fokussiert sich ganz fest auf die Deutsch Türkische Community. Mittlerweile agieren immer mehr Quereinsteiger-Politiker als Migrationsexperten in Deutschland.  

Doch innerhalb der aktuellen Situation bringt Spahns "Türken - Politik" nichts. Türken - Politik, weil er in fast allen Fernsehauftritten gerne das Wort "Türken" benutzt. Vielleicht ändert sich ja was, sobald man nur den Deutschen Pass hat. Dann würde man den Rang des "Deutschtürken" oder Deutschen mit türkischen Wurzeln erreichen

 

Beide Staatsangehörigkeiten behalten

Wenn in einer multiethnischen Gesellschaft, und das ist Deutschland nun mal und das sollte man gerade als Politikwissenschaftler wissen, Menschen immer weiter gespaltet werden, Menschen immer weiter auf den Wortlaut eines Papierstücks herabgestuft werden, wenn sie gezwungen werden, sich zu entscheiden und gleichzeitig auf eine Herkunft zu verzichten, und das suggeriert er ja mittlerweile direkt in seinen Aussagen, dann muss man sich doch nicht wundern, dass viele MitbürgerInnen sich in Deutschland nicht Willkommen fühlen. 

Dieses ständige "sich für etwas entscheiden müssen" entspricht nicht dem Grundgesetz, lieber Herr Spahn. Denn eine Multiethnie setzt sich nun mal mit mehreren Kulturen und Ländern auseinander. 

Da ist es absolut normal, dass man auch beide Staatsangehörigkeiten behalten möchte. Und sei es nur darum, dass hier lebende Menschen mit einer Migrationserfahrung, ihre zweite Kultur oder Heimat nicht ganz ablegen möchten. So setzt sich doch Vielfalt zusammen und nicht anders!

Wenn ich meinen SchülerInnen heute immer noch erklären muss, dass sie nicht „entweder oder" sind, sondern dass sie eine Einheit bilden mit beiden Kulturen, dann weiß ich eines ganz genau: Politiker, die den Heranwachsenden Menschen in Deutschland, also unserer Zukunft, immer noch Unruhe bereiten, indem sie weiter draufhauen und versuchen, zu spalten, sollten nicht alle Menschen über einen Kamm scheren und vor allem sollten sie den Menschen, die freie Entfaltung der Persönlichkeit nicht nehmen.


Heimat bedeutet Herkunft

Gerade solche radikalen Entscheidungsprozesse, die Herr Spahn u.a. von den Jugendlichen Erwachsenen erwartet, führen zu einseitigem Denken, dass am Ende mit Fanatismus gleichgestellt wird. 

Heimat und Herkunft können, wie wir wissen, in Deutschland nicht nur einseitig sein. Denn Heimat bedeutet nun mal Herkunft. Heimat verbindet man mit Emotionen und Liebe. Kann man nicht beides lieben? Ist es der richtige Weg, auf Liebe mit zwanghaften  Entscheidungshilfen zu reagieren?

Integration scheint ein Hobby vieler Quereinsteiger-Politiker geworden zu sein. Deshalb wäre es ratsam, sich neben den Medien auch mal mit vernünftiger Literatur aus dem Bereich Migration und Interkultur zu beschäftigen. Auch die aktuellen Zahlen des Mikrozensus sollten fleißig studiert werden.

Und keine Angst lieber Herr Spahn, ich persönlich habe nur den Deutschen Pass und bin politisch neutral. Sie können also nun die Schublade wieder zu machen.

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Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

Muslime sprechen oft über Rassismus. Dieser entsteht jedoch schon oft innerhalb ihrer eigenen Kultur

Mit dem Finger auf andere zeigen, ist immer einfach. 

Es ist jedes Jahr dasselbe. Jedes Jahr taucht ein Fanclub von Herrn Sarrazin oder anderen "Intellektuellen" auf. Eine Zeitlang war es der "Genexperte" selbst, heute ist es die AFD, die versucht, Menschen zu spalten. 

Deutschland ist multikulturell, das müssten nun auch die meisten soweit verstanden haben, auch, wenn die Gesellschaft 40 Jahre zu spät dran ist, was das praktische umsetzen vom Lieblingswort der Bundesrepublik Deutschland „Integration" angeht. In der ersten Generation der Gastarbeiter ist das Experiment „Integration" wohl gescheitert, doch jetzt hat auch die Gesellschaft dazu gelernt, kein Thema ist so heiß begehrt wie die Flüchtlingskrise. 

Wenn Muslime öffentlich über Rassismus klagen, entsteht oft eine Interessendebatte um die Kritikfähigkeit des eigenen Glaubens. Wir Menschen hinterfragen viel zu wenig, nehmen Gedachtes einfach so hin und interpretieren wie die Weltmeister.


 

Wieso müssen Kinder unter so einem Rassismus leiden?

Jeder spricht darüber, wenn eine andere Kultur oder ein anderer Glaube den Islam angreift, doch keiner redet darüber, wenn es die eigenen Subkulturen machen. Und davon gibt es wie im Christentum auch im Islam eine Brandbreite an Angeboten. Ich merke es selbst im Unterricht. SchülerInnen mit türkischer Migrationserfahrung diskutieren schon darüber, welche "Glaubensethnie", die wahrhaftige ist, wo ihre Eltern aktiv sind und welche Ethnie die totalen "Loser" sind. 

Die eine Gruppierung hält Distanz zur Anderen, die nächste Gruppe öffnet einen Raum für Hetzerei. Und alles wohl gemerkt unter MuslimInnen. Wie kann es sein, dass Menschen, die den selben Glauben haben, untereinander separieren, differenzieren, die Gesellschaft spalten und, was mich besonders trifft und worüber ich mich am meisten sorge, die Kinder und Jugendlichen manipulieren und einander immer weiter entfremden. 

Wenn ein Kind in die Moschee x geht oder zur Familie y und an einem dieser Orte einen guten Freund hat, aber die Eltern unterschiedliche politische oder ideologische Interessen verfolgen, lassen sie es die Kindern spüren. Wieso müssen Kinder unter so einem "Rassismus" leiden?

 


Machtkämpfe, ideologische Kontexte und politische Interessen - wir sollten uns lieber gegenseitig stärken

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Bevor ich anfange, andere Kulturen und Menschen zu beurteilen, fange ich immer mit mir selbst an. Wenn ich meine eigene Religion ständig auf Machtkämpfe, ideologische Kontexte oder politische Interessen herabstufe, dann muss ich mich doch nicht wundern, wenn ich für andere angreifbar bin. 

Im Islam ist es natürlich so, dass sich der Glaubensinhalt in viele verschiedene Richtungen aufgeteilt hat. Aber im Kern ist es derselbe Glaube. MuslimInnen, egal welcher Ethnie sie nun angehören, haben alle drei Hauptquellen im Islam, doch auch das scheint immer weiter in den Hintergrund zu rücken. 

Anstatt immer auf Unterschiede aufmerksam zu machen, zu schauen, was die eine Gemeinde hat und die andere nicht, sollten wir uns gegenseitig stärken. Wir sollten gute Vorbilder für die nächste Generation sein, die in einer multiethnischen Gesellschaft groß wird. Wir lassen Kinder in die Gesellschaft los, die schon gespalten aus den Elternhäusern kommen und erwarten Respekt und Toleranz vor anderen Glauben und Kulturen?

Religion ist Privatsphäre und nur zwischen Mensch und Gott vereinbar.

 

 

So einfach ist es nicht. Der Fisch stinkt immer von oben. Wir müssen endlich anfangen, Gemeinsamkeiten zu stärken, aufhören nur im eigenen Kreise aktiv zu sein, unseren Tee auch mal in einer anderen Gemeinde trinken, über den Tellerrand hinweg schauen und Hand in Hand zusammenarbeiten.

Religion ist kein Kirmesstand, den man auf einem Rummelplatz zur Schau stellt und versucht, Kunden zu locken. Religion ist viel mehr, Religion ist Nächstenliebe, es ist Intimität, Religion ist Privatsphäre und nur zwischen Mensch und Gott vereinbar. Psychologen haben bestätigt, dass Religionen Menschen helfen können, mit bestimmten schwierigen Situationen im Leben besser klar zu kommen. 

Sie jedoch als Waffe und Spielzeug zu formen, das verdirbt den Charakter. Was interessiert es denn den Herrn Müller von nebenan oder Familie Öztürk, wie ich meine Religion praktiziere? Mache ich es zum Schein nach außen oder für mich und mein Inneres? Braucht man immer ein Publikum, um zu zeigen, welcher Ethnie man angehört? 

Die altbekannten Antworten auf solche Themen werden auch langsam langweilig. Ja, eine Gemeinde stärkt das Zusammenleben usw. Was bringt sie mir, wenn ich gleichzeitig meine eigene Zukunft spalte und keine Transparenz vorlebe? 

Deshalb sollten alle Subkulturen im Islam da draußen endlich aufwachen: Schließt euch endlich zusammen und arbeitet gemeinsam und nicht gegeneinander, vielleicht hört dann das Gemeckere über "andere" auf und wir fangen endlich mal an, kritisch zu denken und umgehen diese festgefahrenen Einbahnstraßen des Lebens.


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Eltern emanzipieren statt bevormunden. Das war eines der wesentlichen Ziele des Projekts „Bildungs-Brücken: Aufstieg!“. Denn Lehrer schätzen das Elternhaus oft

Eltern: „In unserer Gesellschaft am meisten außer Acht gelassen…“

In der Bundesrepublik Deutschland leben viele verschiedene Menschen zusammen. Die unterschiedlichen Kontexte und Kulturen bilden das Gerüst einer funktionierenden und multikulturellen Gesellschaft, die immer mehr zusammenwächst. Eine solche Gesellschaft ist abhängig von einer erfolgreichen Bildungsarbeit, damit Kinder und Jugendliche die bestmögliche Ausbildung erhalten und die zukünftigen Gesichter unseres Landes werden.

Doch wenn alle jungen Menschen in Deutschland wirklich von den zahlreichen Bildungsangeboten profitieren sollen, brauchen vor allem die Eltern ein authentisches Werkzeug in den Händen, damit sie in der Praxis auf alle Fragen vorbereitet sind. Dies gilt für alle Eltern – ob mit oder ohne Migrationshintergrund – gleichermaßen.


In professionell besetzten Elternforen Eltern ausbilden

Viele Eltern stehen immer öfter vor offenen Fragen, wenn es z.B. um die Themen Schule, Zweisprachigkeit, Erziehungskompetenzen oder den Umgang mit Lernstörungen und Medien geht. Deshalb hat sich das Projekt „Bildungs-Brücken: Aufstieg!“ etwas ganz Besonderes überlegt, das seinen Fokus auf die Eltern von Kindern zwischen 0 und 15 Jahren gelegt hat. In bundesweiten Elternforen werden Multiplikatoren, wie Pädagogen, Psychologen oder pädagogische Fachkräfte eingesetzt, damit sie die primäre Zielgruppe, die Eltern, weiter ausbilden können.

Denn das deutsche Schulsystem und viele determinierte Prozesse können nicht verändert werden. Deshalb plädiert Ursula Boos-Nünning, ehemals Professorin für Ausländerpädagogik, genau hierfür und setzt dort an, wo Lücken noch vorhanden sind. Als wissenschaftliche Leiterin für dieses Projekt setzt sie sich für eine aufgeklärte und qualifizierte Elternarbeit ein.

Diese Fachkräfte werden in der Praxis oft mit kulturellen oder religiösen Kontexten konfrontiert und wissen meist den souveränen Umgang mit bestimmten Situationen nicht. Defizite in diesen Bereichen lassen sich nicht durch sprachliche Mängel interpretieren, denn fachliche und soziale Aspekte spielen hierbei eine große Rolle.

 

Jeweils auf Türkisch, Russisch, Berberisch und Arabisch

Gemeinsam mit 15 weiteren Autoren aus der Praxis, darunter auch der Autor dieses Beitrags, wurden verschiedene Module verfasst und bald in den einzelnen Lernorten, Bildungseinrichtungen oder Elternforen etabliert. Die Elternforen stehen mit den verschiedenen Projektpartnern jeweils auf Türkisch, Russisch, Berberisch und Arabisch im Dialog und werden auch in diesen Sprachen umgesetzt, mit dem Ziel, dass auch Eltern mit Sprachlücken erreicht werden.

Es gibt viele Initiativen, die das Ziel eines kulturellen Dialogs suchen und umsetzen wollen. In der Schulpraxis gehen viele Schülerinnen und Schüler mit einer Migrationserfahrung verloren, da sie in einigen Bereichen Mängel aufweisen und die Lehrerinnen und Lehrer an feste Lehrpläne gebunden und somit gezwungen sind, das eigentliche Programm durchzunehmen. Genau an dieser Stelle greift „Bildungsbrücken“ ein.


 

„Schwaches Elternhaus, Elternhaus mit Desinteresse…“

Dieses Projekt strebt also nicht danach, Kinder und Jugendliche direkt zu erreichen oder die Lehrpläne mit kulturellem Bildungswesen zu erweitern. Das Projekt setzt genau an der Stelle an, die in unserer Gesellschaft am meisten außer Acht gelassen wird und häufig in der Schulpraxis von Lehrerinnen und Lehrern als „schwaches Elternhaus, Elternhaus mit Desinteresse, Elternhaus mit keiner Verantwortung“ tituliert werden, wie ich sie aus manchen Lehrergesprächen entnommen habe.

Es richtet sich an alle Eltern, die genau das Wissen benötigen, um ihren Kindern den Bildungsweg zu erleichtern und sie aktiv und erfolgreich bei ihrem Lebensweg zu begleiten und konstant zu motivieren. „Bildungs-Brücken: Aufstieg!“ hat eine klare Intention: Änderungen statt Wiederholungen von schwierigen Interaktionen der Kinder- und Jugendarbeit, Suche nach Lösungen statt Präsentieren von Problemen aus der Praxis, die seit Jahren bekannt sind. Fachlich und didaktisch gut ausgebildete Multiplikatoren bedeuten: gut ausgebildete Eltern.

Das Modellprojekt Bildungs-Brücken: Aufstieg! wurde von der Otto Benecke Stiftung e.V. durchgeführt. Projektpartner waren folgende Vereine: Türkisch–Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), der Föderation Türkischer Elternvereine in Deutschland e.V. (FÖTED), dem Deutsch-Marokkanischen Kompetenznetzwerk e.V. (DMK), Kultur- und Integrationszentrum PHOENIX – Köln e.V. sowie der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ). Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat das einmalige Projekt bis Ende 2014 für eine Laufzeit von drei Jahren gefördert.

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Kann man denn als Atheist kein guter Mensch sein ?

„Er lügt, er glaubt nicht einmal an Gott!

Was ist mit denen, die gute Taten leisten, aber keiner Religion angehören? Vielen Predigern zufolge sind positive Handlungen nichts wert, wenn diese nicht im Namen der „richtigen“ Religion ausgeübt werden. Ist das richtig?

Als ich mit zwei zerstrittenen Schülern ein Klärungsgespräch führen wollte, sagte einer von ihnen zu mir: „Herr Öksüz, ich habe das wirklich nicht getan, ich schwöre, glauben Sie mir! Er lügt, er glaubt nicht einmal an Gott“.

Lügt jemand, weil er nicht an Gott glaubt? Warum wird in der heutigen Gesellschaft Moral mit Religion gleichgestellt? Wenn beides sich deckt und den Prozess, um das Gute in einem Menschen zu stärken und einen „guten“ Menschen zu formen, ist das zu begrüßen. Was aber ist mit denen, die gute Taten leisten, aber keiner Religion angehören? Vielen Predigern zufolge sind positive Handlungen in Form von Menschlichkeit und Nächstenliebe nichts wert, wenn diese nicht im Namen der „richtigen“ Religion ausgeübt werden. Ist das richtig?

Die Begriffe gut und böse werden oft für soziales Handeln verwendet. Gut oder böse sein oder eben gute oder böse Handlungen ausüben, liegt im Auge des Betrachters und seiner allgemeinen und individuellen Umwelt. Wieso einige Menschen Handlungen auf die Religion zurückführen, und sie manchmal ihrem Verstand vorziehen, ist nicht nur ein aktuelles Thema, über das in den Medien Debatten laufen.

 


Der Sozialisationsprozess

Es gab und gibt unzählig viele traditionelle Religionen, moderne Überzeugungen, politische Ideologien und philosophische Wege auf der Welt. Neu daran ist, dass mit der Globalisierung dem Einzelnen sich mehr Möglichkeiten bieten, aus dieser Vielfalt eine Auswahl zu treffen. Das geschieht nicht zufällig, denn jeder von uns wächst von der Geburt an in einer bestimmten Tradition, Kultur, Religion und moralischen Wertewelt auf. Das nahe Umfeld prägt primär die Normen und Werte des Menschen, sodass es in erster Hinsicht keine völlig freie Entscheidung gibt. Was ist eigentlich die Aufgabe einer Religion im Sozialisationsprozess des Menschen und wieso gibt es sie immer noch, obwohl in ihrem Namen so viel Unheil angestellt wird? Brauchen Menschen unbedingt eine „Anleitung“, um ein guter Mensch zu sein?

Ich erlebe es tagtäglich als Lehrer im Unterricht, wie SchülerInnen streiten, debattieren und zanken. Die Debatte zwischen zwei Schülern, aus der ich den Satz am Anfang dieses Artikels verwendet habe, war für mich mehr als eine alltägliche Rauferei auf dem Schulhof und ließ mich wieder über diese Grundfragen nachdenken.

 

Dialog zwischen den Schülern

Maximilian: Herr Öksüz, der Furkan hat mich ohne Grund beleidigt und geschlagen. Schauen Sie sich mal meine Hose an, die war neu.

Ich: Beruhig Dich erst einmal, das wird sich sicherlich klären. Furkan, kommst du mal bitte zu mir?

Furkan: Hey ich schwöre, ich habe nichts gemacht, der labert nur Müll!

Ich: Wer sagt denn, dass du etwas schlimmes getan hast? Ich wollte mich nur kurz wegen dem Vorfall eben mit euch beiden unterhalten. Würdest du mir bitte erklären, was passiert ist, damit ich beide Seiten gehört habe?

Furkan: Wir haben nur Fußball gespielt, als Max mitspielen wollte, haben wir ihm nur gesagt, dass er in der nächsten Runde mitspielen darf. Dann heult der direkt rum.

Maximilian: Das stimmt nicht! Ihr habt mich beleidigt und behauptet, dass ich eh nicht spielen kann, und als ich versucht habe, mich zu wehren, hast du mich einfach so geschubst.

Ich: Wir sind jetzt nicht vor Gericht, niemand wird bestraft oder verurteilt. Wir sind unter Freunden, wenn jemand etwas getan oder gesagt hat, was nicht in Ordnung ist, dann stehen wir auch dazu. Richtig?

Furkan: Herr Öksüz, ich habe das wirklich nicht getan, ich schwöre, glauben Sie mir! Er lügt, er glaubt nicht einmal an Gott!

Ich: Furkan, seit wann kannst du in die Herzen der Menschen sehen, diesen Trick musst du mir bei Gelegenheit mal beibringen? Ob jemand an Gott glaubt oder nicht, spielt für den Wert eines Menschen doch keine Rolle. Jeder entscheidet für sich selbst, an was er glaubt. Ein „guter“ Mensch jedoch zeigt sich durch seine Handlungen. Er sagt die Wahrheit, unabhängig davon, woran er glaubt und ob er gläubig ist oder nicht. Glauben tut man für sich selbst. Ein guter Mensch ist man aber nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Mitmenschen.

 

Moral ohne Religion nicht denkbar?

Religion und Moral. Vernunft und Offenbarung. Ist Moral ohne Religion nicht denkbar? Unsere Alltagserfahrung lehrt uns, dass es keine klare Antwort auf diese Frage gibt.

Schon im jungen Alter bekommen Kinder und Jugendliche von den Erwachsenen vermittelt, dass Menschen, die einer anderen oder vielleicht gar keiner Religion angehören, kein guter Umgang für sie seien. Psychologen haben Statistiken geführt, die zeigen, dass eine Religion helfen kann, sich vor „schlechten“ Eigenschaften zu schützen. Menschen haben selbstverständlich einen eigenen Verstand und sollen diesen nutzen. Das Ziel einer Religion sollte es sein, ihre Anhänger für einen Dialog mit anderen Menschen zu motivieren.

Festgeschriebene religiöse Gebote und Normen ähneln einer Anleitung und sind für nicht wenige notwendige Regeln, um ihren Alltag zu bewältigen.

Warum fügen dann Menschen im Namen der Religion anderen Menschen und der Natur Schaden zu? Eine mögliche Erklärung ist, dass sie sich eine eigene Definition von Religiosität schaffen, bei der nicht die wahre Intention der Religion im Mittelpunkt steht, sondern ihre eigenen Schwächen, Wünsche und Bedürfnissen. Sie filtern sich einzelne Komponenten aus ihrem „Glauben“ heraus. In diesem Fall steht Religion unter der Herrschaft des Menschen und kann nicht das Positive, das Gute in ihm bewirken, was ihr eigentliches Ziel ist.

Es gibt viele Menschen, die das moralische Handeln nicht religiös begründen. Sie sagen zwar von sich, sie seien Atheisten oder Agnostiker, in ihrem „vernunftsorientierten“ Handeln beobachtet man jedoch viel gutes und nützliches für ihre Mitmenschen, die man sich von vielen „religiösen“ Menschen auch wünscht. Ob sie nicht eigentlich die „wirklichen Gläubigen“ sind, die, ohne sich dessen bewusst zu sein, die Intention der Religion verwirklichen?


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Gülen Bewegung: Wandlung durch solide Chamäleon Taktik

Spätestens seit dem Putschversuch 2016 ist die Gülen-Bewegung auch in

Deutschland ein heikles Thema.

Begriffe wie Integration, Bildung, Dialog, Demokratie und Toleranz schmücken

die Bewegung und lässt sie nach außen hin wie eine liberale Gruppe erscheinen, die sich für ein Miteinander stark macht.

“Baut Schulen statt Moscheen“ ein Werbeslogan der Bewegung, der nun heute

nicht mehr gilt. Denn Ercan Karakoyun, Sprecher der Bewegung schrieb in den

sozialen Netzwerken: „Wir haben inzwischen mehr als 50 Kulturzentren gegründet. In den meisten wird auch das Freitagsgebet verrichtet.“

Das ist doch super; zur parasitären Ausbeutung der Moscheen kommen nun auch offizielle religiöse Häuser hinzu, die nicht mehr hinter einem Schleier versteckt gehalten werden müssen.

Das Praktizieren von Religion darf also aus dem Inneren heraustreten und

in der deutschen Öffentlichkeit gesehen werden.

Maskierte Transparenz im Namen der Abis*

*Übers. "großer Bruder", sind Autoritätspersonen / Entscheidungsträger im inneren der Bewegung, wie Imame, Hodschas oder Mentoren.

Die Bewegung ist berühmt für den ständigen Kurswechsel, welcher vom Kapitän

deklariert wird, sowie für die schwammige Auslegung ihrer Haltung und ihrer

Außenpräsenz. Ganz nach dem Prinzip: „Was draufsteht, muss auch drin sein“,

werfen viele Wissenschaftler oder Politiker der Bewegung vor, keine authentische Transparenz vorzuleben.

Ist die Kritik denn berechtigt? Es existieren doch seit einigen Jahren in Deutschland Stiftungen, wie u. a. die Stiftung Dialog und Bildung, die sich als Ansprechpartner für die Hizmet-Bewegung versteht. Unmittelbar nach dem Putschversuch in der Türkei ist ein Buch erschienen, das von einem wahren Insider, nämlich Herrn Karakoyun selbst geschrieben worden ist, um jegliche Fragen rund um die Bewegung zu beantworten.

Doch warum wird zu wenig über die Lichthäuser geschrieben und wieso gibt es keine wissenschaftliche Studie über diese bekannten Initiativen, ähnlich wie beim VIKZ (Verband der Islamischen Kulturzentren)?

Noch viel weniger berichtet das Aufklärungsbuch der Bewegung über jene Kinder und Jugendliche, die – selbstverständlich- absolut freiwillig innerhalb der

Bildungsarbeit in die Gesprächszirkel rekrutiert werden und über einseitige Inhalte sprechen, von denen selbst ihre eigenen Eltern in den meisten Fällen gar nichts ahnen.

Alles nur Zufall?

Wenn man die Bewegung näher betrachtet, hat sie gerade in Deutschland etwas

geschafft, wovon andere türkischstämmige Ideologien nur träumen können.

Etablierte Schulen, eine Reihe von Bildungs,- & Kultureinrichtungen, renommierte Wissenschaftler als Fürsprecher und ein direkter Durchgang von „Elitetürken“ in die deutsche Gesellschaft.Schaut man sich aktuell den Ex-Partner der Bewegung an, die DITIB, als mitgliedsstärkste Migrantenorganisation der Bundesrepublik Deutschland, fällt doch ganz schnell auf, wo der feine Unterschied dieser beiden ehemaligen Kollegen liegt.

Die Gülen-Bewegung hat nach außen hin keinerlei Probleme mit jedem an einem Tisch zu sitzen und in den Dialog zu treten. Genau das macht die große Besonderheit für die Gesellschaft aus, denn in einer Demokratie müssen alle Menschen miteinander auskommen; das hat die Bewegung schon ganz früh erkannt und sich zunutze gemacht.

Selbstverständlich stellen Verbände wie die DITIB dann bei Betrachtung jener

Unterschiede ein Integrationshindernis für viele Politiker und Experten da. Hier

muss die DITIB ein klares Zeichen setzen, sich neu positionieren und endlich

interaktiv in die Gesellschaft hineintreten.

Der Rücktritt engagierter junger Menschen, die sich im Bundesjugendvorstand der DITIB eingebracht haben, sollte hierbei als kritische Reflexion ausreichen.

Taktisch gesehen, ist die Hizmet-Bewegung im ständigen Wandel. Auch in

Deutschland macht sie eine enorme Entwicklung nach vorne, selbst nach dem

Putschversuch.

Türkeihetze auf deutschem Boden

Doch warum ist das in sich gekehrte System so erfolgreich? Zum einen ist die

Außenfassade für die Dialogbereitschaft ein entscheidender Faktor. Hinzu kommen die Fleißigen, oft gut ausgebildeten Mitglieder, die sich hingebungsvoll für die Ideologie engagieren.

Das alles wird von einem exzellent entwickelten System gesteuert, welches hierarchisch so strukturiert wurde, dass jeder seinen Platz innerhalb der Bewegung besitzt.

Ohne politischen Einfluss wäre eine Ausbreitung eines solchen Netzwerks kaum

möglich gewesen. Als die Zusammenarbeit mit der AKP-Regierung noch

harmonierte, stand die Bewegung finanziell und wirtschaftlich unter der

persönlichen Schutzwache der türkischen Regierung. Die Kombination aus

Religion und Politik war für viele Geschäftsleute ein wahrer Hingucker. Und wenn Kinder dadurch noch bessere Bildungsmöglichkeiten erhalten, dann sind doch alle zufrieden. Die Schulen Gülens gehörten auch nicht um sonst zu den Besten der Türkei. Alles nur Zufall? 

Die türkische Community als Hauptzielgruppe sah zu dieser Elite auf. Mit dem

Bruch der AKP-Regierung stürzte das gemeinsam aufgebaute Imperium ein und die Auswirkungen werden in Deutschland offen ausgetragen.

Deshalb ist die ständige „Antitürkei“ Haltung und die subjektiven Berichtserstattungen von Karakoyun und anderen Mitgliedern kaum verständlich.

Die Türkei wird ausschließlich negativ dargestellt, ohne dabei zu beachten, dass

gerade junge Menschen in Deutschland, die zwischen zwei Kulturen aufgewachsen sind, sich mit beiden Kulturen identifizieren.

Für viele ist die Türkei und auch Deutschland ein Stück Heimat. Der Missbrauch für einen öffentlichen Raum, den man dadurch erhält, ist extrem kontraproduktiv. Die Spaltung, die die Anhänger selbst zu spüren bekommen, übertragen sie auf hier lebende Kinder und Jugendliche, die immer mehr in ein Identitätskonflikt geraten.

Das Leben ist kein Wunschkonzert: jahrelang verfolgten beide Giganten das

Konzept “Religion und Türkeipolitik“ und hatten klare Ziele vor Augen. Das

Versagen dieses Systems wird auf unschuldigen Schultern ausgetragen.

Menschen, die in Deutschland leben, sollten nicht abhängig von der Außenpolitik sein.

Bildung als Deckmantel zur Integration

 

Ein Deckmantel soll nicht nur hübsch aussehen; er soll vom Kern, vom Wesentlichen ablenken

Die Bewegung hat sich abhängig gemacht und nimmt dabei die Opferrolle ein, ohne dabei zu bemerken, dass in Deutschland keiner die Opfermaske tragen

muss. Denn es gibt hier genug Möglichkeiten für ein stetiges Weiterkommen!

Klar, die Mitglieder mussten sich der oberen Etage beugen und fröhlich dem

Zusammenspiel zwischen den beiden Riesen Imperien zustimmen.

Doch warum wird jetzt nur die türkische Regierung von den Anhängern kritisiert? Wieso kritisiert man nicht endlich die eigenen Reihen, schaut über den Tellerrand hinaus und hinterfragt, wer im Ursprung diese Zusammenarbeit bewusst zugelassen hat?

Aber dann müsste man den eigenen Meister in Frage stellen und das ist in diesen Kontexten absolut verboten – sofort würde man sein Gesicht innerhalb der Bewegung verlieren, das will ja keiner. Den Fokus auf ein Feindbild setzen, das ist doch viel einfacher, wenn man gesehen und gehört werden will.

Die Wandlungen innerhalb der Bewegung, ob in inneren oder äußeren Strukturen sind auf ständiger Suche nach einem Echo. Ein Deckmantel soll nicht nur hübsch aussehen; er soll vom Kern, vom Wesentlichen ablenken.

Bildung als Deckmantel zur Integration, das ist kein neues Label in diesem Netzwerk

Die konservative Haltung gegenüber Frauen beispielsweise erhält seit einigen Jahren eine neue Farbe. Vor ca. zehn Jahren war kaum eine Frau im Vorstand aktiv, als Leiterin tätig oder in der Öffentlichkeit zu sehen.

Und heute sollen Frauen in Führungspositionen, einzelne Vereine glänzen plötzlich mit ihrem „Frauen an die Macht“ Image und das Thema Gleichberechtigung steht ganz oben auf der Fahne.

Wieder Zufall?

Bildung als Deckmantel zur Integration, das ist kein neues Label in diesem

Netzwerk. Vielleicht sollte man sich jetzt im inneren und im äußeren Handeln

besser absprechen. Die Flüchtlingswelle ist eine neue attraktive Zielgruppe für die Bewegung, auch das haben sie schnell verstanden.

Welche Taktik hierbei im Vordergrund steht, ist wohl innerhalb dieser Wandlungen kein Geheimnis mehr. Ja, jetzt versucht man sich unabhängig zu machen und die Farben Schwarz, Rot und Gold sind nun endlich angekommen.

 

"Eltern geben zu schnell nach": Die Abrechnung eines Lehrers mit dem iPhone-Wahn an Schulen

Die Kinderarmut in Deutschland nimmt zu

In Deutschland wird die Schere zwischen arm und reich immer größer. Die Kinderarmut steigt und steigt, sie wird auch nicht dadurch unsichtbar oder besser, wenn ein Herr Cem Özdemir öffentlich dazu wortwörtlich bei diesem Thema abhebt und es von oben herab betrachtet. Ignoranz hilft nämlich keinem! 

Laut einer aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit lebten über 1,9 Millionen Menschen unter 18 Jahren Ende 2015 in Hartz-IV-Haushalten, 52.000 mehr als 2014. Somit waren 14,7 Prozent aller Heranwachsenden auf die staatliche Grundsicherung angewiesen. Bereits im Kindergarten oder in der Grundschule gibt es Kinder, die viel schlechter dran sind als Andere. Dann gibt es natürlich die "iPhone-Kids", die in den Grundschulen bereits von ihren Eltern gut geschmückt und gestylt werden. 

Wir leben im Zeitalter der sozialen Medien und der Digitalisierung. Alles gut und schön - doch wieso muss es in der Grundschule schon ein iPhone für knapp 400 € sein? Wieso soll es als Geschenk für eine gymnasiale Empfehlung ein "neueres" iPhone für 600€ sein? iPhones sind weltweit sehr gut etabliert. Apple allgemein ist mittlerweile fast jedem Kind ein Begriff und wenn das alles so weiter geht, dann wahrscheinlich auch das erste Wort, sobald das Kind anfängt zu sprechen.



Kinder wollen keine "Materialistische Liebe"

"Materialistische Liebe" oder Aufmerksamkeit schenken, muss nicht mit einem knapp 1000€ Handy geschehen. Natürlich ist es einfacher und bequemer, wenn man nachgibt und die Kids "gut" beschäftigt werden. Gleichzeitig glänzt man nach Außen und jegliche Diskussion wird vermieden. Eltern geben zu schnell nach und sind meist verunsichert. Sie wählen den simplen Weg und nehmen ihren Kindern ein Stück Realität und ihre Wahrnehmungsfähigkeit weg. Der deutsche Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann erklärt sich die Probleme mit einer tiefreichenden Verunsicherung und bringt es auf den Punkt: "Die modernen Eltern sind in Erziehungsfragen unentschlossener, als es je eine Generation vorher war. Sie wissen unheimlich viel, und sie wissen nichts." - Quelle: www.ksta.de ©2016

Es muss kein iPhone sein. Es muss auch mit 18 kein dickes Auto sein. Kinder wollen meistens Liebe, Aufmerksamkeit und Respekt und das in allen Facetten. Sie wollen keine "halben Sachen" - keine halbe Aufmerksamkeit. Jedes Kind kann verstehen, wieso ein 1000€ Handy in dem Alter keine Option sein sollte. Dafür müssen aber Eltern erst einmal verstehen, wieso es manchmal doch mehr Sinn macht, Tag für Tag sich eine halbe Stunde Zeit zu nehmen und es dem Kind zu erklären. 

Wieso es eben tatsächlich mehr Sinn macht, auch wenn andere Kinder mit Gucci Taschen herumlaufen, selbstbewusst aufzutreten, dem entgegen zu stehen und zu wissen: Materialistische Dinge sind nicht das Wichtigste im Leben. Klar gehört dazu viel Geduld, Feingeschick und ein starkes Auftreten seitens der Eltern. Gerade deshalb sollte ganz deutlich werden, dass Eltern und Kinder keine Freunde sein können, auch wenn sie dieselben Luxusartikel besitzen und lieben.

 

 

Kinder brauchen kein 600€ Handy!

Doch nur weil Kinder etwas wollen, kennen und wissen, wie sie ihre Eltern überrumpeln. Nur, weil sie solange nerven, bis sie das bekommen, was sie wollen. Nur, weil es der Nachbarssohn hat oder alle in der Klasse ein iPhone besitzen, müssen Eltern doch nicht sofort nachgeben und einem Kind, ein Gerät zur Verfügung stellen, was mehr Auswirkungen auf die Entwicklung beisteuert, als nur das "Stillirisieren" des Gejammers.

 

 

Eltern müssen konsequent sein! - Typische Elternausreden aus der Praxis- 

- "Mein Sohn hat die gymnasiale Empfehlung erhalten. Ein iPhone hat er sich dafür gewünscht."

- "Mein Kind ist auf einem EliteGymnasium. Wir haben Angst, dass er ausgegrenzt wird, denn alle in seiner Klasse haben min. ein iPhone 4" 

- "Seit Wochen erzählt unsere Tochter von ihrer Freundin, die auch ein iPhone hat. Wir wollten sie nicht länger quälen." 

- "Vorher hatte unser Kind nur ein Samsung. Als wir merkten, dass er die Schule vernachlässigte, machten wir einen Deal mit ihm. iPhone gegen gute Leistungen. Seitdem klappt es viel besser."

- "In der Grundschule haben fast alle ein iPhone. Nicht, dass unser Kind denkt, dass wir es nicht mehr lieb haben."

 

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Aktuelle Philosophie vieler Deutschtürken: Und in welchem Lager sitzt Du?

Als Deutschtürke hat man nur zwei Optionen...

In Deutschland wird oft über Kulturen gesprochen. Einige Kulturen bringen natürlich auch weitere Subkulturen mit. Diese Subkulturen -„Lager" - sind seit Jahren unter den Deutschtürken präsent.

 

Als Deutschtürke hat man nur zwei Optionen: Entweder Du gehörst zum Lager X oder Du gehörst zu „den Anderen". Warum jedoch ist es so ein Weltwunder, wenn man zu keinem Lager gehören will und mit jedem kommunizieren möchte? Es ist doch extrem auffällig, dass auch die sozialen Kontakte innerhalb aller Lager eingeschränkt bleiben und kaum jemand in der Lage ist, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Jeder kocht sein Süppchen für sich und alle plädieren u.a. für Vielfalt, für den Dialog, für die Nächstenliebe und für die Demokratie. 


Politik, Geld, Macht und die Ideologie

Dann wäre es doch der erste Schritt untereinander erst einmal damit anzufangen, bevor man versucht, anderen etwas zu präsentieren und sich zur Show zu stellen.

 

Politik, Geld, Macht, Ideologie und soziale bzw. psychologische Aspekte spielen eine große Rolle, wenn man einer Gruppierung nachläuft. Das Nachlaufen ist nicht das eigentliche Problem, sondern das Vermeiden des Kontaktes mit den „Andersdenkenden". Das Lustige ist, dass die meisten Lager von sich dann behaupten, dass sie für alle offen sind und wieder „die Anderen" die Probleme verursachen. Schaut man sich die Vereine, Verbände oder sonstigen Initiativen an, die einem Lager angehören, wird man schnell merken, dass die obere Etage nur mit Lagerdenkern besetzt ist - und das manchmal nach außen offen oder intern versteckt.

 

Soziales Umfeld einseitig, soziale Netzwerke einseitig, Lagertreffen einseitig

In den sozialen Netzwerken wird es ganz klar und deutlich vorgemacht und unter den Kindern und Jugendlichen ist es immer eine Thematik. Jedes Lager hat seinen eigenen Sprecher. Namen müssen hier nicht erwähnt werden, die „Lagersprecher" sind weit bekannt, einige agieren auch in offiziellen Parteien.

Sobald ein Lagersprecher gegen andere Lager hetzt und Hasspredigen verbreitet, was aktuell ja anscheinend zur Mode geworden ist, liken oder teilen diese Beiträge überwiegend die Menschen aus dem eigenen Lager. Somit sind Informationsquellen wieder einseitig.

Zusammengefasst: Soziales Umfeld einseitig, soziale Netzwerke einseitig, Lagertreffen einseitig. Kurz und bündig wird es unter einem leckeren „Zuckerwattemantel" den Menschen serviert unter den Begriffen: Demokratie, Menschenrechte, Nächstenliebe und Vielfalt. Für ein neues Projekt wurde eine Befragung unter deutschtürkischen Jugendlichen durchgeführt. Und eines wird ganz deutlich: Die Heranwachsenden lehnen das Lagerdenken ab, doch es wird ihnen vorgelebt, sodass sie meistens keine andere Wahl haben. 

 


Auch Deutschland trägt hier die Verantwortung für das Selektieren mit

Deutschland ist ein Land im ständigen Wandel. Blicken wir 40 Jahre zurück, dann wird deutlich, dass die ersten sogenannten Gastarbeiter nicht so aufgenommen worden sind, dass ihnen ein Weg einer erfolgreichen Etablierung offenstand, sondern wurden in ihre ganzen Lager geradezu hingelotst. Alle dachten am Anfang, dass „der Türke" von nebenan wieder zurück in die Heimat reisen wird.

Dieses Desinteresse oder diese Ignoranz war damals schon der direkte Wegweiser in die jetzigen Lager. Doch Moscheen oder andere „Dialogzentren" werden nun mal nur von den jeweiligen Gruppen besucht, manchmal ist es auch gemischt, aber eher selten. Man kommt zusammen, trinkt seinen Tee und hat ein stabiles soziales Umfeld.

Und heute werden die sog. Flüchtlinge mit Angeboten im Bildungs- oder Kulturbereich überflutet. Es wird  selbstverständlich aus Fehlern gelernt, doch bringt es sehr wenig, wenn die Fehler der Vergangenheit mit in die Zukunft genommen werden.

 

"Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung

Es entsteht untereinander eine Mobberei und auch Kindern nimmt man mit etwaigen Denkmustern das selbstständige Denken und Handeln.  "Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit."(SGB VIII § 1 Abs.1)

Solange aus der „Lagerwortwahl" und dem „Lagergedanken" kein fokussiertes und gemeinsames „Wir" entsteht, solange leiden Kinder und Jugendliche unter diesen antiken Denkmustern. Das Schreiben, Labern und Werben über diverse Lager und die Hetzparolen über 

'die Anderen', das treibt uns alle nur noch mehr zurück.

Wann werden die Lagerdenker endlich merken, dass viele der Handlungen und Lagerdenkweisen definitiv nicht demokratisch sind - sondern menschenverachtend und einfach radikal selektiv.

Allein die Wortwahl ist ein Phänomen für sich: Entweder heißt es "Wir / jemand von uns " oder die "Anderen", wenn man es aus dem Türkischen wortwörtlich übernimmt.

 Es mag sein, dass jedes Lager „versucht", gute Arbeit zu leisten. Doch eines  ist ALLEN gemeinsam: Ihr hetzt, Ihr selektiert, Ihr sucht nach keinen Gemeinsamkeiten, nach keinem gemeinsamen Weg.

 

Lieber bleibt Ihr unter Euch.  Ist das Vielfalt? Ist das moralisch korrekt? Ist das religiös der Weg, der die Beziehung zwischen Mensch und Gott stärkt? (Viele Lagergedanken werden merkwürdigerweise religiös untermauert.)

Ist das moralisch und ethisch vertretbar und definiert Ihr so einen „guten" Menschen?

Das Einzige, was so ein Verhalten auslöst, ist Hass und Gift. So verbreitet es sich wie ein Virus und den Schaden haben die Menschen, die vielen Kinder und Jugendlichen.

Vielleicht wollen Kinder und Jugendliche offen, transparent und ohne vorgefertigte Gedanken über andere Menschen aufwachsen. Dazu gehört es auch, Freundschaftenselbst frei wählen zu dürfen und nicht nach Vorlieben von Eltern oder symbolischen „Vorbildern", die einer Ideologie oder einer Machtfigur folgen.

 


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Dieses Gelaber über Integration muss endlich aufhören! Es nervt!

„Du sprichst aber gut Deutsch, das ist ein gelungener Beitrag zur Integration" - Quatsch!

Warum muss die Gesellschaft immer das „Deutschsein" neu erfinden? Ist es wirklich so spektakulär, wenn Deutsche Großeltern oder Eltern haben, die vor Jahren hier eingewandert sind, um hier zu leben? Reden wir hier noch von der Würde des Menschen, die unantastbar ist und der Mensch als Individuum gesehen werden sollte?

Es ist doch total trivial, wenn man zu deutschen MitbürgerInnen sagt: „Du sprichst aber gut Deutsch."

Wenn man sich das TV-Programm mal reinzieht, muss doch Eines auffallen: Deutschsein sollte mehr sein, als nur diese Homestories, die auf RTL & Co. laufen. Die Schauspieler sprechen alle nicht mal gutes Deutsch und keiner beschwert sich darüber.

Die Einschaltquoten sprechen eine deutliche Sprache, wie viel „Integration" ist denn hier nötig, damit Menschen sich anpassen? Wie viel „gutes" Deutsch muss man denn können, um nicht in die Kategorie „integriert sein oder nicht" zu fallen? Wer fällt in diese Kategorie und wer bestimmt eigentlich darüber?

Langsam nervt es

Langsam nerven die vielen Lehrkräfte an den Schulen, die Noten aufgrund von Mehrsprachigkeit herunter stufen. Langsam nerven auch die vielen ErzieherInnen, die versuchen, die Eltern mit zu erziehen und ihnen am liebsten „Deutschsein in der Kita" beibringen wollen. 

Wollen und Können sind zweierlei paar Schuhe. Und nicht jede Fachkraft ist gleich Psychologe, Arzt oder Therapeut. Mehrsprachigkeit ist kein Hindernis zum Erlernen einer Sprache, auch wissenschaftlich wurde mehrfach belegt, dass es kein Hindernis ist, wenn Kinder zweisprachig aufwachsen.

Was aber ein Hindernis dieser Gesellschaft ist, ist die Wortwahl. Der Eine spricht gut, der Andere ist gut integriert und die Anderen sind gerade hierher geflüchtet und sind „Integrierte Versuchsobjekte in Ausbildung"? Oder hat die Bildungspolitik noch kein passendes Etikett dafür gefunden?


Aus Fehlern lernen?

Wenn es plötzlich im Übermaß Projekte für Kinder aus geflüchteten Ländern regnet, dann stimmt hier etwas nicht.

Wenn ein Migrationshintergrund von deutschen BürgerInnen immer noch als Beeinträchtigung oder als Sonderstatus gesehen wird, dann stimmt hier eindeutig etwas nicht. Wenn Kinder kategorisiert werden und ein bestimmter Background vorausgesetzt wird, dann fragt man sich: Was ist hier schief gelaufen? 

Wieso müssen Menschen, die hier leben, hier zur Schule gehen, die sich hier fest etabliert haben, einen bestimmten Kontext mitbringen? Wie sollen denn in Zukunft die Dialoge mit Kindern und Einrichtungen ablaufen? 

 


Du bist zu Deutsch, dafür gibt es kein Projekt

 

Vielleicht wäre hier ein passendes Beispiel: „Du bist Flüchtling, du kommst hier rein. Du bist Migrant, du kommst hier rein. Du bist zu Deutsch, dafür gibt es kein Projekt." 

So etwas passiert tagtäglich. Keine Ahnung was sich die Politik dabei denkt, wenn sie expliziert Gelder für eine „Gruppierung" zur Verfügung stellt und Menschen ohne bestimmte Gruppenzugehörigkeit nichts bekommen. 

Man könnte das Gefühl haben, dass es mit Absicht geschieht. Vielleicht braucht man diese Gruppen ja noch. Vielleicht will man auch nicht, dass alle Menschen gleich behandelt und gefördert werden. 

Hört doch erst mal mit dem Schubladendenken auf, bevor ihr wieder mit eurem Lieblingswort „Integration" ankommt.

 

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"Kinder führen Kinder" im Clemens Sels Museum Neuss werden Kinder zu 'Experten' für Klein und Groß ausgebildet

Kinder werden zu kleinen Experten

Werden Kinder und Jugendliche genügend in der Schule gefördert, vor ihrer Klasse zu sprechen oder sich selbstbewusst und offen zu präsentieren? 

Immer mehr geht es in der Schulpraxis um Präsens und das auch schon in der Grundschule! Die Heranwachsenden sollen später in der Gesellschaft keine Probleme bekommen, wenn es um ein starkes Auftreten geht. 

Gerade deshalb ist das Projekt „Kinder führen Kinder" ein ganz besonderes Projekt, welches schon seit langen Jahren am Clemens Sels Museum Neuss mit großem Erfolg durchgeführt wird. Nun sollte es eine neue Variante geben: Die gezielte Förderung der Sprachkompetenz von Kindern mit Migrationshintergrund. 

Die Soroptimisten in Neuss konnten sich für diese Initiative des Museums begeistern und sammelten in mit einer großen Benefiz-Auktion Geld für dieses und vergleichbare Vorhaben. Denn die weltweitgrößte Vereinigung von berufstätigen Frauen sieht das Clemens Sels Museum in Neuss als einen idealen Ort, an dem Bildung und Kultur zur Stärkung von individuellen Fähigkeiten aufeinandertreffen. Der perfekte Ort eben, wo Kinder für sich und andere motiviert lernen können und dieses Wissen weitergeben. 

 

 

Selbstbewusstsein stärken

In Zusammenarbeit mit dem Verein „Interkulturelle Projekthelden" wurden die Neusser Schüler Anna Rajavi und Abdulsamed Göl für dieses Projekt ausgesucht, beide 14 Jahre und Kinder mit Migrationshintergrund. Durch den finanziellen Support der Soroptimisten Neuss wurde gemeinsam mit der Museumspädagogin Romina Pieper ein Führungskonzept intensiv erarbeitet und erlernt, um Kinder und Erwachsene durch das Museum führen zu können. 

Die beiden ‚Guides' wurden nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell geschult und lernten, Kinder- aber auch Erwachsenengruppen eine spannende Themenführung zu bieten.

Das Ergebnis spricht für sich! Abdulsamed G. (14) erklärte konzentriert das berühmte Kinderbildnis von Jacob Gerritzsz. Cuyp (1594-1652). 

"Kinder wurden damals wie kleine Erwachsene dargestellt und mussten für ein solches Porträt stundenlang stillstehen", sagte er und beantwortete im Anschluss geduldig alle Fragen seiner Zuhörer. Seine "Kollegin" Anna R. (ebenfalls 14) brachte den zehn Kindern und ihren Eltern anschließend das Bild "Der Spaziergang" von Heinrich Campendonk (1889-1957) näher und ging besonders auf die Verwendung der bunten Farben und die Maltechnik ein.

 

Zuhörer sind begeistert

 

Es war eine besondere Führung, die im Clemens-Sels-Museum stattfand - zum ersten Mal gaben jugendliche Museumsführer mit Migrationshintergrund eine Probe ihres Könnens ab. Beide suchten sich jeweils vier Bilder aus und trafen sich fünf Mal mit Museumspädagogin Romina Pieper, um alles Wissenswerte zu erfahren. "Wir geben aber auch unsere eigenen Eindrücke wieder", betonten sie. 

Trotz einiger Aufregung brachten sie die erste Führung mit Bravour hinter sich und freuten sich über die von Museumsdirektorin Dr. Uta Husmeier-Schirlitz ausgehändigten Zertifikate. "Ihr habt lange geübt und geprobt, frei ohne Zettel gesprochen und die Beantwortung der gestellten Fragen zeigt, dass ihr noch sehr viel mehr wisst", lobte sie die Jugendlichen, die sich ab sofort mit den Führungen ein kleines Taschengeld verdienen. 

Der Erfolg dieses Projekts soll natürlich nachhaltig fruchten. Deshalb haben die Soroptimisten Neuss eine stolze Summe von 5000€ für dieses und weitere Projekte gespendet, in der Hoffnung, dass weitere Kinder motiviert und gestärkt werden können.



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Wenn Kinder -  Kinder bekommen

Warum gibt es eigentlich keinen Elternführerschein?

Wunschkinder oder nicht - „Experimentkinder" zum Retten einer Beziehung ja oder nein? Kinder bekommen Kinder zum Aushang für bundestatistische Geburtsraten als Werbetrommel vieler Politiker. Was bedeutet es eigentlich, ein Kind auf die Welt zu setzen? Für viele gibt es hierfür verschiedene Erklärungen, Ziele oder Anregungen. Das Kindergeld ist eines der vielen Vorurteile in unserer Gesellschaft.

Ist Eltern sein so schwer?

Jedes Kind ist individuell, Lehrkörper aus der Praxis könnten nebenbei als Hellseher arbeiten, denn sie wissen immer ganz genau, was ein Kind braucht, aus welcher gesellschaftlichen Schicht das Kind vermutlich stammt und setzen den Stempel fest drauf und vergessen dabei, dass kein Kind dieser Welt sein Schicksal selbst ausgesucht hat. 

Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit."(SGB VIII § 1 Abs.1) So steht es schön bürokratisch geschrieben, aber wie sieht die Realität aus?

 

Eltern sein ist nicht schwierig in einer Gesellschaft, in der keine Klarheit der Sexualmoral besteht - geschweige denn eine passende Form der sexuellen Erziehung. 

Denn jedes Bundesland legt die Aufklärungsarbeit anders. Einige fangen in der Grundschule an und andere am Ende ihres ersten Abschlusses. Doch warum gibt es eigentlich keinen Elternführerschein? Wieso werden gerade Väter nicht in ihrer Rolle als Väter weitergebildet? Es gibt nun mal eine hohe Anzahl von Steinzeitdenkern, die die Rolle einer Mutter zu stark überbewerten.

 


Kinder erhalten nicht die Unterstützung, die sie brauchen

Natürlich gehen die Geburtsraten in Deutschland stark zurück, doch den immer jünger werdenden Eltern werden viele verlockende Angebote gemacht. Und so werden Kinder auf die Welt gebracht, die nicht immer gewollt oder für andere Zwecke gedacht warenund müssen sich in dieser Gesellschaft beweisen und erhalten meistens nicht die Unterstützung, die ihnen eigentlich zusteht. 

Am liebsten sind mir die Eltern, die nicht mal das Geburtsdatum ihrer Kinder wissen, den Klassenlehrer nicht kennen oder Vorlieben ihrer eigenen Kinder kaum entdecken. Beim Kinder Zeugen erhalten diese Eltern eine recht frühe Anleitung und genug Werkzeug und Spielzeug gibt es überall zu kaufen. 

Die Rede hier ist nicht von den 0815 Kursen, die Eltern angeblich auf das „Eltern werden" vorbereiten. Auf eine so große Verantwortung vorzubereiten, reichen keine paar Monate aus und auch keine theoretischen Floskeln oder unnötige Schreiben, in dem unterschrieben wird, dass man sich um seine Kinder kümmert.

Doch warum diese Eltern mit dieser Verantwortung allein gelassen werden, wieso sie keine langjährige Ausbildung praktizieren müssen, bevor man sie auf Kinder loslässt und warum sogar bei Mc Doof eine Ausbildung erforderlich ist, bevor man mehr als nur kassieren und Bürger ausgeben darf, das bleibt ein ewiges Geheimnis einer blühenden Gesellschaft, die erstens alles schafft und anscheinend genug Steuergelder hat, um diesen ewigen Kreislauf fortzuführen. 

Kinder bekommen Kinder, das Jugendamt hilft diesen Kindern mit unendlichen Angeboten und einer Überschwemmung an Fördermöglichkeiten. Wir reden hier von Tausenden Euros, die einer Familie zu „Gute" kommt und meistens nicht immer der gewünschte Effekt erzielt wird. Absicht oder nicht, das ist hier die Frage. 


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Integration entsteht nicht auf dem Papier!

Doppelte Staatangehörigkeit und Loyalitätskonflikte? Auf welches Grundgesetz stützen Sie Ihre These, lieber Herr Spahn?

Deutsch oder nicht?

„Freie Entfaltung der Persönlichkeit oder Freiheit der Person" heißt es doch im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Dann würde es bedeuten, dass jeder Mensch in Deutschland selbst entscheiden darf, ob er zwei Pässe möchte oder nicht. Aber wenn hier von Loyalitätskonflikten gesprochen wird, drängt man die Menschen zwanghaft auf eine bestimmte Seite. Was hat ein Papierstück mit Loyalität zu tun? Loyalität beginnt im Herzen und nicht auf Papier!

In einer pluralistischen Gesellschaft sollte jeder Mensch auch das Recht haben, auch plural sein zu dürfen, plural denken zu dürfen, was ist daran verkehrt? Herr Spahn fokussiert sich ganz fest auf die Deutsch Türkische Community. Mittlerweile agieren immer mehr Quereinsteiger-Politiker als Migrationsexperten in Deutschland.  

Doch innerhalb der aktuellen Situation bringt Spahns "Türken - Politik" nichts. Türken - Politik, weil er in fast allen Fernsehauftritten gerne das Wort "Türken" benutzt. Vielleicht ändert sich ja was, sobald man nur den Deutschen Pass hat. Dann würde man den Rang des "Deutschtürken" oder Deutschen mit türkischen Wurzeln erreichen

 

Beide Staatsangehörigkeiten behalten

Wenn in einer multiethnischen Gesellschaft, und das ist Deutschland nun mal und das sollte man gerade als Politikwissenschaftler wissen, Menschen immer weiter gespaltet werden, Menschen immer weiter auf den Wortlaut eines Papierstücks herabgestuft werden, wenn sie gezwungen werden, sich zu entscheiden und gleichzeitig auf eine Herkunft zu verzichten, und das suggeriert er ja mittlerweile direkt in seinen Aussagen, dann muss man sich doch nicht wundern, dass viele MitbürgerInnen sich in Deutschland nicht Willkommen fühlen. 

Dieses ständige "sich für etwas entscheiden müssen" entspricht nicht dem Grundgesetz, lieber Herr Spahn. Denn eine Multiethnie setzt sich nun mal mit mehreren Kulturen und Ländern auseinander. 

Da ist es absolut normal, dass man auch beide Staatsangehörigkeiten behalten möchte. Und sei es nur darum, dass hier lebende Menschen mit einer Migrationserfahrung, ihre zweite Kultur oder Heimat nicht ganz ablegen möchten. So setzt sich doch Vielfalt zusammen und nicht anders!

Wenn ich meinen SchülerInnen heute immer noch erklären muss, dass sie nicht „entweder oder" sind, sondern dass sie eine Einheit bilden mit beiden Kulturen, dann weiß ich eines ganz genau: Politiker, die den Heranwachsenden Menschen in Deutschland, also unserer Zukunft, immer noch Unruhe bereiten, indem sie weiter draufhauen und versuchen, zu spalten, sollten nicht alle Menschen über einen Kamm scheren und vor allem sollten sie den Menschen, die freie Entfaltung der Persönlichkeit nicht nehmen.


Heimat bedeutet Herkunft

Gerade solche radikalen Entscheidungsprozesse, die Herr Spahn u.a. von den Jugendlichen Erwachsenen erwartet, führen zu einseitigem Denken, dass am Ende mit Fanatismus gleichgestellt wird. 

Heimat und Herkunft können, wie wir wissen, in Deutschland nicht nur einseitig sein. Denn Heimat bedeutet nun mal Herkunft. Heimat verbindet man mit Emotionen und Liebe. Kann man nicht beides lieben? Ist es der richtige Weg, auf Liebe mit zwanghaften  Entscheidungshilfen zu reagieren?

Integration scheint ein Hobby vieler Quereinsteiger-Politiker geworden zu sein. Deshalb wäre es ratsam, sich neben den Medien auch mal mit vernünftiger Literatur aus dem Bereich Migration und Interkultur zu beschäftigen. Auch die aktuellen Zahlen des Mikrozensus sollten fleißig studiert werden.

Und keine Angst lieber Herr Spahn, ich persönlich habe nur den Deutschen Pass und bin politisch neutral. Sie können also nun die Schublade wieder zu machen.

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Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

Muslime sprechen oft über Rassismus. Dieser entsteht jedoch schon oft innerhalb ihrer eigenen Kultur

Mit dem Finger auf andere zeigen, ist immer einfach. 

Es ist jedes Jahr dasselbe. Jedes Jahr taucht ein Fanclub von Herrn Sarrazin oder anderen "Intellektuellen" auf. Eine Zeitlang war es der "Genexperte" selbst, heute ist es die AFD, die versucht, Menschen zu spalten. 

Deutschland ist multikulturell, das müssten nun auch die meisten soweit verstanden haben, auch, wenn die Gesellschaft 40 Jahre zu spät dran ist, was das praktische umsetzen vom Lieblingswort der Bundesrepublik Deutschland „Integration" angeht. In der ersten Generation der Gastarbeiter ist das Experiment „Integration" wohl gescheitert, doch jetzt hat auch die Gesellschaft dazu gelernt, kein Thema ist so heiß begehrt wie die Flüchtlingskrise. 

Wenn Muslime öffentlich über Rassismus klagen, entsteht oft eine Interessendebatte um die Kritikfähigkeit des eigenen Glaubens. Wir Menschen hinterfragen viel zu wenig, nehmen Gedachtes einfach so hin und interpretieren wie die Weltmeister.


 

Wieso müssen Kinder unter so einem Rassismus leiden?

Jeder spricht darüber, wenn eine andere Kultur oder ein anderer Glaube den Islam angreift, doch keiner redet darüber, wenn es die eigenen Subkulturen machen. Und davon gibt es wie im Christentum auch im Islam eine Brandbreite an Angeboten. Ich merke es selbst im Unterricht. SchülerInnen mit türkischer Migrationserfahrung diskutieren schon darüber, welche "Glaubensethnie", die wahrhaftige ist, wo ihre Eltern aktiv sind und welche Ethnie die totalen "Loser" sind. 

Die eine Gruppierung hält Distanz zur Anderen, die nächste Gruppe öffnet einen Raum für Hetzerei. Und alles wohl gemerkt unter MuslimInnen. Wie kann es sein, dass Menschen, die den selben Glauben haben, untereinander separieren, differenzieren, die Gesellschaft spalten und, was mich besonders trifft und worüber ich mich am meisten sorge, die Kinder und Jugendlichen manipulieren und einander immer weiter entfremden. 

Wenn ein Kind in die Moschee x geht oder zur Familie y und an einem dieser Orte einen guten Freund hat, aber die Eltern unterschiedliche politische oder ideologische Interessen verfolgen, lassen sie es die Kindern spüren. Wieso müssen Kinder unter so einem "Rassismus" leiden?

 


Machtkämpfe, ideologische Kontexte und politische Interessen - wir sollten uns lieber gegenseitig stärken

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Bevor ich anfange, andere Kulturen und Menschen zu beurteilen, fange ich immer mit mir selbst an. Wenn ich meine eigene Religion ständig auf Machtkämpfe, ideologische Kontexte oder politische Interessen herabstufe, dann muss ich mich doch nicht wundern, wenn ich für andere angreifbar bin. 

Im Islam ist es natürlich so, dass sich der Glaubensinhalt in viele verschiedene Richtungen aufgeteilt hat. Aber im Kern ist es derselbe Glaube. MuslimInnen, egal welcher Ethnie sie nun angehören, haben alle drei Hauptquellen im Islam, doch auch das scheint immer weiter in den Hintergrund zu rücken. 

Anstatt immer auf Unterschiede aufmerksam zu machen, zu schauen, was die eine Gemeinde hat und die andere nicht, sollten wir uns gegenseitig stärken. Wir sollten gute Vorbilder für die nächste Generation sein, die in einer multiethnischen Gesellschaft groß wird. Wir lassen Kinder in die Gesellschaft los, die schon gespalten aus den Elternhäusern kommen und erwarten Respekt und Toleranz vor anderen Glauben und Kulturen?

Religion ist Privatsphäre und nur zwischen Mensch und Gott vereinbar.

 

 

So einfach ist es nicht. Der Fisch stinkt immer von oben. Wir müssen endlich anfangen, Gemeinsamkeiten zu stärken, aufhören nur im eigenen Kreise aktiv zu sein, unseren Tee auch mal in einer anderen Gemeinde trinken, über den Tellerrand hinweg schauen und Hand in Hand zusammenarbeiten.

Religion ist kein Kirmesstand, den man auf einem Rummelplatz zur Schau stellt und versucht, Kunden zu locken. Religion ist viel mehr, Religion ist Nächstenliebe, es ist Intimität, Religion ist Privatsphäre und nur zwischen Mensch und Gott vereinbar. Psychologen haben bestätigt, dass Religionen Menschen helfen können, mit bestimmten schwierigen Situationen im Leben besser klar zu kommen. 

Sie jedoch als Waffe und Spielzeug zu formen, das verdirbt den Charakter. Was interessiert es denn den Herrn Müller von nebenan oder Familie Öztürk, wie ich meine Religion praktiziere? Mache ich es zum Schein nach außen oder für mich und mein Inneres? Braucht man immer ein Publikum, um zu zeigen, welcher Ethnie man angehört? 

Die altbekannten Antworten auf solche Themen werden auch langsam langweilig. Ja, eine Gemeinde stärkt das Zusammenleben usw. Was bringt sie mir, wenn ich gleichzeitig meine eigene Zukunft spalte und keine Transparenz vorlebe? 

Deshalb sollten alle Subkulturen im Islam da draußen endlich aufwachen: Schließt euch endlich zusammen und arbeitet gemeinsam und nicht gegeneinander, vielleicht hört dann das Gemeckere über "andere" auf und wir fangen endlich mal an, kritisch zu denken und umgehen diese festgefahrenen Einbahnstraßen des Lebens.


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Eltern emanzipieren statt bevormunden. Das war eines der wesentlichen Ziele des Projekts „Bildungs-Brücken: Aufstieg!“. Denn Lehrer schätzen das Elternhaus oft

Eltern: „In unserer Gesellschaft am meisten außer Acht gelassen…“

In der Bundesrepublik Deutschland leben viele verschiedene Menschen zusammen. Die unterschiedlichen Kontexte und Kulturen bilden das Gerüst einer funktionierenden und multikulturellen Gesellschaft, die immer mehr zusammenwächst. Eine solche Gesellschaft ist abhängig von einer erfolgreichen Bildungsarbeit, damit Kinder und Jugendliche die bestmögliche Ausbildung erhalten und die zukünftigen Gesichter unseres Landes werden.

Doch wenn alle jungen Menschen in Deutschland wirklich von den zahlreichen Bildungsangeboten profitieren sollen, brauchen vor allem die Eltern ein authentisches Werkzeug in den Händen, damit sie in der Praxis auf alle Fragen vorbereitet sind. Dies gilt für alle Eltern – ob mit oder ohne Migrationshintergrund – gleichermaßen.


In professionell besetzten Elternforen Eltern ausbilden

Viele Eltern stehen immer öfter vor offenen Fragen, wenn es z.B. um die Themen Schule, Zweisprachigkeit, Erziehungskompetenzen oder den Umgang mit Lernstörungen und Medien geht. Deshalb hat sich das Projekt „Bildungs-Brücken: Aufstieg!“ etwas ganz Besonderes überlegt, das seinen Fokus auf die Eltern von Kindern zwischen 0 und 15 Jahren gelegt hat. In bundesweiten Elternforen werden Multiplikatoren, wie Pädagogen, Psychologen oder pädagogische Fachkräfte eingesetzt, damit sie die primäre Zielgruppe, die Eltern, weiter ausbilden können.

Denn das deutsche Schulsystem und viele determinierte Prozesse können nicht verändert werden. Deshalb plädiert Ursula Boos-Nünning, ehemals Professorin für Ausländerpädagogik, genau hierfür und setzt dort an, wo Lücken noch vorhanden sind. Als wissenschaftliche Leiterin für dieses Projekt setzt sie sich für eine aufgeklärte und qualifizierte Elternarbeit ein.

Diese Fachkräfte werden in der Praxis oft mit kulturellen oder religiösen Kontexten konfrontiert und wissen meist den souveränen Umgang mit bestimmten Situationen nicht. Defizite in diesen Bereichen lassen sich nicht durch sprachliche Mängel interpretieren, denn fachliche und soziale Aspekte spielen hierbei eine große Rolle.

 

Jeweils auf Türkisch, Russisch, Berberisch und Arabisch

Gemeinsam mit 15 weiteren Autoren aus der Praxis, darunter auch der Autor dieses Beitrags, wurden verschiedene Module verfasst und bald in den einzelnen Lernorten, Bildungseinrichtungen oder Elternforen etabliert. Die Elternforen stehen mit den verschiedenen Projektpartnern jeweils auf Türkisch, Russisch, Berberisch und Arabisch im Dialog und werden auch in diesen Sprachen umgesetzt, mit dem Ziel, dass auch Eltern mit Sprachlücken erreicht werden.

Es gibt viele Initiativen, die das Ziel eines kulturellen Dialogs suchen und umsetzen wollen. In der Schulpraxis gehen viele Schülerinnen und Schüler mit einer Migrationserfahrung verloren, da sie in einigen Bereichen Mängel aufweisen und die Lehrerinnen und Lehrer an feste Lehrpläne gebunden und somit gezwungen sind, das eigentliche Programm durchzunehmen. Genau an dieser Stelle greift „Bildungsbrücken“ ein.


 

„Schwaches Elternhaus, Elternhaus mit Desinteresse…“

Dieses Projekt strebt also nicht danach, Kinder und Jugendliche direkt zu erreichen oder die Lehrpläne mit kulturellem Bildungswesen zu erweitern. Das Projekt setzt genau an der Stelle an, die in unserer Gesellschaft am meisten außer Acht gelassen wird und häufig in der Schulpraxis von Lehrerinnen und Lehrern als „schwaches Elternhaus, Elternhaus mit Desinteresse, Elternhaus mit keiner Verantwortung“ tituliert werden, wie ich sie aus manchen Lehrergesprächen entnommen habe.

Es richtet sich an alle Eltern, die genau das Wissen benötigen, um ihren Kindern den Bildungsweg zu erleichtern und sie aktiv und erfolgreich bei ihrem Lebensweg zu begleiten und konstant zu motivieren. „Bildungs-Brücken: Aufstieg!“ hat eine klare Intention: Änderungen statt Wiederholungen von schwierigen Interaktionen der Kinder- und Jugendarbeit, Suche nach Lösungen statt Präsentieren von Problemen aus der Praxis, die seit Jahren bekannt sind. Fachlich und didaktisch gut ausgebildete Multiplikatoren bedeuten: gut ausgebildete Eltern.

Das Modellprojekt Bildungs-Brücken: Aufstieg! wurde von der Otto Benecke Stiftung e.V. durchgeführt. Projektpartner waren folgende Vereine: Türkisch–Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), der Föderation Türkischer Elternvereine in Deutschland e.V. (FÖTED), dem Deutsch-Marokkanischen Kompetenznetzwerk e.V. (DMK), Kultur- und Integrationszentrum PHOENIX – Köln e.V. sowie der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ). Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat das einmalige Projekt bis Ende 2014 für eine Laufzeit von drei Jahren gefördert.

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Kann man denn als Atheist kein guter Mensch sein ?

„Er lügt, er glaubt nicht einmal an Gott!

Was ist mit denen, die gute Taten leisten, aber keiner Religion angehören? Vielen Predigern zufolge sind positive Handlungen nichts wert, wenn diese nicht im Namen der „richtigen“ Religion ausgeübt werden. Ist das richtig?

Als ich mit zwei zerstrittenen Schülern ein Klärungsgespräch führen wollte, sagte einer von ihnen zu mir: „Herr Öksüz, ich habe das wirklich nicht getan, ich schwöre, glauben Sie mir! Er lügt, er glaubt nicht einmal an Gott“.

Lügt jemand, weil er nicht an Gott glaubt? Warum wird in der heutigen Gesellschaft Moral mit Religion gleichgestellt? Wenn beides sich deckt und den Prozess, um das Gute in einem Menschen zu stärken und einen „guten“ Menschen zu formen, ist das zu begrüßen. Was aber ist mit denen, die gute Taten leisten, aber keiner Religion angehören? Vielen Predigern zufolge sind positive Handlungen in Form von Menschlichkeit und Nächstenliebe nichts wert, wenn diese nicht im Namen der „richtigen“ Religion ausgeübt werden. Ist das richtig?

Die Begriffe gut und böse werden oft für soziales Handeln verwendet. Gut oder böse sein oder eben gute oder böse Handlungen ausüben, liegt im Auge des Betrachters und seiner allgemeinen und individuellen Umwelt. Wieso einige Menschen Handlungen auf die Religion zurückführen, und sie manchmal ihrem Verstand vorziehen, ist nicht nur ein aktuelles Thema, über das in den Medien Debatten laufen.

 


Der Sozialisationsprozess

Es gab und gibt unzählig viele traditionelle Religionen, moderne Überzeugungen, politische Ideologien und philosophische Wege auf der Welt. Neu daran ist, dass mit der Globalisierung dem Einzelnen sich mehr Möglichkeiten bieten, aus dieser Vielfalt eine Auswahl zu treffen. Das geschieht nicht zufällig, denn jeder von uns wächst von der Geburt an in einer bestimmten Tradition, Kultur, Religion und moralischen Wertewelt auf. Das nahe Umfeld prägt primär die Normen und Werte des Menschen, sodass es in erster Hinsicht keine völlig freie Entscheidung gibt. Was ist eigentlich die Aufgabe einer Religion im Sozialisationsprozess des Menschen und wieso gibt es sie immer noch, obwohl in ihrem Namen so viel Unheil angestellt wird? Brauchen Menschen unbedingt eine „Anleitung“, um ein guter Mensch zu sein?

Ich erlebe es tagtäglich als Lehrer im Unterricht, wie SchülerInnen streiten, debattieren und zanken. Die Debatte zwischen zwei Schülern, aus der ich den Satz am Anfang dieses Artikels verwendet habe, war für mich mehr als eine alltägliche Rauferei auf dem Schulhof und ließ mich wieder über diese Grundfragen nachdenken.

 

Dialog zwischen den Schülern

Maximilian: Herr Öksüz, der Furkan hat mich ohne Grund beleidigt und geschlagen. Schauen Sie sich mal meine Hose an, die war neu.

Ich: Beruhig Dich erst einmal, das wird sich sicherlich klären. Furkan, kommst du mal bitte zu mir?

Furkan: Hey ich schwöre, ich habe nichts gemacht, der labert nur Müll!

Ich: Wer sagt denn, dass du etwas schlimmes getan hast? Ich wollte mich nur kurz wegen dem Vorfall eben mit euch beiden unterhalten. Würdest du mir bitte erklären, was passiert ist, damit ich beide Seiten gehört habe?

Furkan: Wir haben nur Fußball gespielt, als Max mitspielen wollte, haben wir ihm nur gesagt, dass er in der nächsten Runde mitspielen darf. Dann heult der direkt rum.

Maximilian: Das stimmt nicht! Ihr habt mich beleidigt und behauptet, dass ich eh nicht spielen kann, und als ich versucht habe, mich zu wehren, hast du mich einfach so geschubst.

Ich: Wir sind jetzt nicht vor Gericht, niemand wird bestraft oder verurteilt. Wir sind unter Freunden, wenn jemand etwas getan oder gesagt hat, was nicht in Ordnung ist, dann stehen wir auch dazu. Richtig?

Furkan: Herr Öksüz, ich habe das wirklich nicht getan, ich schwöre, glauben Sie mir! Er lügt, er glaubt nicht einmal an Gott!

Ich: Furkan, seit wann kannst du in die Herzen der Menschen sehen, diesen Trick musst du mir bei Gelegenheit mal beibringen? Ob jemand an Gott glaubt oder nicht, spielt für den Wert eines Menschen doch keine Rolle. Jeder entscheidet für sich selbst, an was er glaubt. Ein „guter“ Mensch jedoch zeigt sich durch seine Handlungen. Er sagt die Wahrheit, unabhängig davon, woran er glaubt und ob er gläubig ist oder nicht. Glauben tut man für sich selbst. Ein guter Mensch ist man aber nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Mitmenschen.

 

Moral ohne Religion nicht denkbar?

Religion und Moral. Vernunft und Offenbarung. Ist Moral ohne Religion nicht denkbar? Unsere Alltagserfahrung lehrt uns, dass es keine klare Antwort auf diese Frage gibt.

Schon im jungen Alter bekommen Kinder und Jugendliche von den Erwachsenen vermittelt, dass Menschen, die einer anderen oder vielleicht gar keiner Religion angehören, kein guter Umgang für sie seien. Psychologen haben Statistiken geführt, die zeigen, dass eine Religion helfen kann, sich vor „schlechten“ Eigenschaften zu schützen. Menschen haben selbstverständlich einen eigenen Verstand und sollen diesen nutzen. Das Ziel einer Religion sollte es sein, ihre Anhänger für einen Dialog mit anderen Menschen zu motivieren.

Festgeschriebene religiöse Gebote und Normen ähneln einer Anleitung und sind für nicht wenige notwendige Regeln, um ihren Alltag zu bewältigen.

Warum fügen dann Menschen im Namen der Religion anderen Menschen und der Natur Schaden zu? Eine mögliche Erklärung ist, dass sie sich eine eigene Definition von Religiosität schaffen, bei der nicht die wahre Intention der Religion im Mittelpunkt steht, sondern ihre eigenen Schwächen, Wünsche und Bedürfnissen. Sie filtern sich einzelne Komponenten aus ihrem „Glauben“ heraus. In diesem Fall steht Religion unter der Herrschaft des Menschen und kann nicht das Positive, das Gute in ihm bewirken, was ihr eigentliches Ziel ist.

Es gibt viele Menschen, die das moralische Handeln nicht religiös begründen. Sie sagen zwar von sich, sie seien Atheisten oder Agnostiker, in ihrem „vernunftsorientierten“ Handeln beobachtet man jedoch viel gutes und nützliches für ihre Mitmenschen, die man sich von vielen „religiösen“ Menschen auch wünscht. Ob sie nicht eigentlich die „wirklichen Gläubigen“ sind, die, ohne sich dessen bewusst zu sein, die Intention der Religion verwirklichen?


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